Dresden - Überraschende Baby-News im Dresdner Zoo! Bei den Kronenmakis hat es vor wenigen Tagen Nachwuchs gegeben – den die Pfleger gar nicht erwartet haben.
Am 15. April erblickte das Baby von Mutter Amalia das Licht der Welt. Die Geburt selbst lief völlig problemlos ab und das Weibchen würde sich "sehr aufmerksam" um das Kleine kümmern, teilt der Zoo mit.
Das Besondere: Amalias Partner Tsingy ist nicht der Papa des Neuzugangs!
Da Kronenmakis eine Tragezeit von etwa 125 Tagen haben, muss die Deckung laut Zoo bereits Mitte Dezember 2025 passiert sein – da lebte Amalia aber noch im Zoo Wrocław in Polen mit ihrem vorherigen Partner Epsilon zusammen.
Dieser verstarb im Januar, weshalb Primatin Amalia Anfang Februar nach Dresden kam, um mit Tsingy zusammengebracht zu werden. Dessen Partnerin Vintana war zuvor ebenfalls verstorben.
Kronenmaki-Weibchen Amalia war unbemerkt schwanger nach Dresden gekommen
Die Zusammenführung im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) glückte und die beiden Tiere sind seit Tag eins "unzertrennlich und sehr harmonisch miteinander".
Dass Amalia schwanger nach Dresden kam, war ihr äußerlich nicht anzusehen. Ihr erhöhtes Körpergewicht hatte man damals als leichtes Übergewicht interpretiert.
Zudem hatte das Primaten-Weibchen mit ihrem damaligen Partner lange Zeit keinen Nachwuchs mehr gehabt. Ihre letzte Geburt liegt bereits acht Jahre zurück, damals bekam das Paar Zwillinge.
Dass nun plötzlich ein Jungtier von ihr das Licht der Welt erblickte, sei ein erfreulicher Zuchterfolg, der "Hoffnung für die Haltung dieser stark bedrohten Art gibt", so die Einrichtung. Durch Verlust ihres Lebensraumes und Bejagung sind Kronenmakis stark bedroht.
Übrigens: Das Geschlecht des Neuzugangs ist noch nicht bekannt. Das Kleine ist noch sehr klein und kam mit gerade einmal 60 bis 70 Gramm Gewicht zur Welt.