Feuer, Wasser, Sand am Tivoli! Cottbus kriegt bei Wetterschlacht am Ende richtig die Hucke voll

Aachen - Was für eine Wetterschlacht am Tivoli! Vor Anpfiff des Flutlicht-Hits zwischen Alemannia Aachen und Energie Cottbus sandeten Mitarbeiter den vom Regen durchweichten Rasen, während Aachens Anhänger eine echte Batterie an Pyrotechnik zündeten. Nach einem Spiel voller Feuer, Wasser, Sand mussten sich die Lausitzer zum ersten Mal in diesem Jahr mit 1:4 (0:0) geschlagen geben.

Dauerregen stellte den Platz teilweise unter Wasser, Aachen-Mitarbeiter besserten einen Strafraum mit Sand aus.
Dauerregen stellte den Platz teilweise unter Wasser, Aachen-Mitarbeiter besserten einen Strafraum mit Sand aus.  © Imago / Fotografie73

Der Strafraum von Energie-Keeper Marius Funk glich in Hälfte eins einem Sandkasten, die Bedingungen waren nicht überall auf dem Platz gleich, anderswo standen Pfützen.

Die erste Offensiv-Aktion hatten die Gäste, die auf den erkrankten Top-Verteidiger King Manu und gesperrten Durchstarter Lukas Michelbrink verzichten mussten:

Kapitän Axel Borgmann setzte Moritz Hannemann in Szene, der zweiter Sieger im Duell gegen Aachens Torwart Manuel Riemann blieb (2.).

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Das Spiel war ab da angezündet und lebte - auch Platz-bedingt - von vielen Ausrutschern, Grätschen und rassigen Zweikämpfen. Einen Freistoß von halblinks zirkelte Aachens Torjäger Lars Gindorf knapp neben das Tor (23.).

Nach einer Aachener Drangphase war Cottbus wieder am Zug: Cigerci setzte nach einem Solo erst die Pille an den Pfosten (30.) und kurz darauf einen freien Ball aus knapp zehn Metern übers Tor (31.).

Kurz vor der Pause erreichte ein Seitenwechsel Aachens Pierre Nadjombe, der frei vor dem Tor viel zu überrascht war (45.). Nach einem Rempler folgte eine Rudelbildung, ehe es ohne Tore in die Kabinen ging.

Aachens Anhänger feuerten vor Anpfiff eine wahre Batterie ab.
Aachens Anhänger feuerten vor Anpfiff eine wahre Batterie ab.  © Imago / Fotografie73

Energie Cottbus verteidigt zu luftig und bekommt von Alemannia Aachen die Quittung

Erik Engelhardt (am Boden) und Energie waren am Ende den Aachenern unterlegen.
Erik Engelhardt (am Boden) und Energie waren am Ende den Aachenern unterlegen.  © Imago / Eibner

Cottbus wechselte Merveille Biankadi für den gelb-verwarnten Justin Butler zur zweiten Hälfte ein und schickte nach dem Anstoß Moritz Hannemann auf die Reise, der in die Mitte auf Cigerci flankte - nach 12 Sekunden musste Riemann retten (46.).

Es zeichnete sich ab: Ein Standard musste als Dosenöffner herhalten. Doch wie frei stand plötzlich Aachens Faton Ademi, der nach einer Ecke nur noch einnicken brauchte 1:0 (54.).

Cottbus-Coach Pele Wollitz brachte in Can Moustfa und Henry Rorig nach einer Stunde weitere frische Kräfte, mitten in die Phase schlug Aachen erneut zu: Gindorf tankte sich durch und Mika Schroers überlupfte Funk (62.). Das 2:0 für die Hausherren, Wollitz schimpfte an der Seitenlinie.

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Sein Team rannte wütend an, Moustfa zielte aus spitzem Winkel zu zentral (67.). Doch ein richtiger Sturmlauf kam auch wegen vieler Unterbrechungen lange nicht auf, ehe Biankadi nach Ecke einen Abpraller zum Anschluss verwertete (84.). Aachen antwortete durch Marius Wegmann - ebenfalls per Ecke (86.), das 3:1 und der K.o. für Energie?

Wollitz wechselte erneut offensiv zweimal und bekam die Quittung: Dynamo-Leihgabe Oehmichen überwand Funk freistehend federleicht (90.+3) und schickte Energie zum ersten Mal in diesem Jahr als Verlierer und mit 4:1 vom Platz.

Die 1500 komplett in rot gekleideten Schlachtenbummler im Gästeblock, die größtenteils per Sonderzug angereist waren, standen dennoch bis zum Schluss hinter ihrem Team, das bis zum Ende den Kopf oben behielt.

Erstmeldung: 18.19 Uhr, zuletzt aktualisiert: 21.03 Uhr

Statistik zum Drittliga-Spiel zwischen Alemannia Aachen und Energie Cottbus

3. Liga, 29. Spieltag

Alemannia Aachen - Energie Cottbus 4:1 (1:0)

Aufstellung Aachen: Riemann - da Silva Kiala, Wegmann, Bagkalianis - Nadjombe (78. Castelle), Oehmichen, Ademi (90.+1 Bahn), Wagner (90.+2 Strujic) - Loune (75. Wiebe), Gindorf - Schroers (75. Sillah). Trainer: Selimbegovic.

Aufstellung Cottbus: Funk - Straudi (87. Boziaris), Cvjetinovic (87. Thiele), Awortwie-Grant, Lucoqui (61. Rorig) - Pelivan, Borgmann - Hannemann (61. Moustfa), Tolcay Cigerci, Butler (46. Biankadi) - Engelhardt. Trainer: Wollitz.

Schiedsrichter: Weisbach (Halle)

Tore: 1:0 Ademi (54.), 2:0 Schroers (62.), 2:1 Biankadi (84.), 3:1 Wegmann (86.), 4:1 Oehmichen (90.+3)

Gelbe Karten: Wagner, da Silva Kiala, Bagkalianis, Ademi, Gindorf / Borgmann, Butler, Lucoqui, Moustfa, Sebald

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO / Fotografie73;

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