Abfahrt nach Aachen! 900 Cottbus-Fans im Sonderzug - Schmiererei-Verbot an Bord
Cottbus/Aachen - Diese Fahrt wird ein echtes Abenteuer! Knapp 900 Energie-Fans steigen am Freitagmorgen in den Sonderzug, der zum Auswärtsspiel (Anstoß: 19 Uhr) nach Aachen tuckert.
Insgesamt 25 Stunden dauert die Reise in die Kaiserstadt und zurück. Abfahrt 6.27 Uhr in der Lausitz, Rückkehr am Morgen des nächsten Tages.
Mit an Bord: viel gute Laune und eine Menge Alkohol, aber keine Glasflaschen und Drogen. Die sind genauso wenig gestattet wie Schmierereien oder Sticker an Klos, Tischen und Co.
Der von der Cottbuser Fanszene extra georderte Zug wird selbst verwaltet. Das bedeutet, dass die Organisatoren zur Rechenschaft gezogen werden, sollte sich der Reisetrupp danebenbenehmen.
120 Euro kostet der Spaß pro Nase, Eintrittskarte und Mottoartikel sind inklusive. Ab dem Aachener Hauptbahnhof geht es mit Shuttle-Bussen weiter zum Tivoli.
Dort werden weitere hundert Energie-Fans dazustoßen. Die Rede ist von insgesamt 1400 Reiselustigen unter den 24.000 Zuschauern, die den Flutlicht-Gipfel zum Auftakt des 29. Spieltags nicht verpassen wollen.
Energie Cottbus ist laut Pele Wollitz auch gegen Alemannia Aachen weiter kein "Favorit"
Während die Mannschaft den Flieger ins über 700 Kilometer entfernte Aachen genommen hat, ist der Trip ein weiteres Highlight im 60. Jubiläumsjahr des Vereins.
"Das ist bemerkenswert, beeindruckend. Das Publikum ist Zweitliga-tauglich", weiß auch Trainer Pele Wollitz (60) den Fan-Support einzuordnen.
Und sportlich? Erhofft sich Energies Vorturner wieder die "Tiefe" und "Intensität", die zuletzt im Ostderby gegen Rostock gefehlt hatte.
Cottbus trifft auf eins der formstärksten Teams der letzten Woche und den Toptorjäger der 3. Liga – Lars Gindorf (24 Jahre, 20 Tore), über den Wollitz sagt: "Er ist sicherlich sehr gut, sonst hätte er diese Quote nicht."
Sein Team brauche "das Beste vom Besten" und könne sich nicht hinstellen und sagen: "Wir sind der Favorit dieses Spiels."
Was nicht nur den Reiselustigen Hoffnungen machen dürfte: Wollitz hat in vier Duellen mit Energie noch nie am Tivoli verloren.
Titelfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

