Sexverbot bei WM 2022 in Katar: Sieben Jahre Knast für "schnelle Nummer"!

Katar - Wenn der One-Night-Stand im Gefängnis enden könnte: Die Weltmeisterschaft 2022 in Katar bringt bekanntlich zahlreiche Eigenheiten mit sich. Vor allem nicht-verheiratete Fans sollten auf der Hut sein.

Ein flüchtiges sexuelles Abenteuer kann bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar ernste Konsequenzen haben.
Ein flüchtiges sexuelles Abenteuer kann bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar ernste Konsequenzen haben.  © 123rf/mrwed54, Christian Charisius/dpa

Auf wilde Alkoholexzesse müssen die Besucher des Wüstenstaates - Stand jetzt - sowieso verzichten, aber auch das außereheliche Techtelmechtel vor oder nach den Spielen des Winter-Turniers kann hinter schwedischen Gardinen enden.

Besonders die britischen Behörden sind zunehmend besorgt darüber, dass den Anhängern der "Three Lions" möglicherweise schwere Strafen drohen, wenn sie vermeintlich "alltägliche Dinge" tun, wie der Daily Star berichtete.

"Sex ist eigentlich tabu, es sei denn, man reist als Ehemann und Ehefrau an. Es wird aber definitiv keine One-Night-Stands geben", erklärte eine Quelle aus der Polizei gegenüber der Tageszeitung.

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Und fügte an: "Es wird wirklich keine großen Partys geben. Alle Besucher müssen einen klaren Kopf behalten, wenn sie nicht im Gefängnis enden wollen. Es wird praktisch zum ersten Mal bei einer WM ein Sexverbot geben. Die Fans müssen vorbereitet sein."

Außerehelicher Geschlechtsverkehr und Homosexualität sind im Gastgeberland illegal und können jeweils mit einer Freiheitsstrafe von bis zu sieben Jahren geahndet werden.

Öffentliche Zuneigungsbekundungen sind im WM-Gastgeberland Katar verpönt

Nasser AL-Khater möchte zwar für die Sicherheit der anreisenden Fans sorgen, betont aber auch kulturelle Unterschiede.
Nasser AL-Khater möchte zwar für die Sicherheit der anreisenden Fans sorgen, betont aber auch kulturelle Unterschiede.  © Peter Kneffel/dpa

Daher bestehe bei den britischen Dienststellen das Gefühl, "dass dies für die Fans in der Tat ein sehr schlechtes Turnier werden könnte", zudem werden die Anreisenden aufgefordert "sich von ihrer besten Seite zu zeigen."

Nasser AL-Khater, Geschäftsführer des WM-Organisationskomitees, betonte hingegen: "Die Sicherheit jedes einzelnen Fans ist für uns von größter Bedeutung."

Allerdings räumte er kulturelle und rechtliche Unterschiede ein: "Öffentliche Zuneigungsbekundungen sind verpönt, das ist nicht Teil unserer Kultur – und das gilt pauschal für alle."

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Wie strikt die geltenden Gesetze in Katar nach dem WM-Start am 21. November tatsächlich durchgesetzt werden, steht noch in den Sternen. Der Scheichstaat rechnet offiziellen Angaben zufolge mit 850.000 Besuchern aus dem Ausland, während die FIFA sogar 1,2 Millionen erwartet.

Titelfoto: 123rf/mrwed54, Christian Charisius/dpa

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