"Das letzte Puzzleteil": Diese Lagerhalle soll Oberhofs Wintersport-Zukunft sichern

Oberhof - Oberhof will trotz Klimawandel auch in Zukunft ein erfolgreicher Wintersportstandort bleiben. Mit dazu beitragen soll eine Halle, von deren Dach am Mittwoch traditionell ein Glas geworfen wurde.

Die neue Schnee-Lagerhalle wurde beim Richtfest am Mittwoch offiziell eingeweiht.
Die neue Schnee-Lagerhalle wurde beim Richtfest am Mittwoch offiziell eingeweiht.  © Thüringer Wintersportzentrum

Schön ist sie nicht, eher zweckmäßig. Die 7500 Kubikmeter fassende Halle soll nämlich dazu beitragen, dass Wintersport-Veranstaltungen wie der Biathlon-Weltcup auch in Zukunft in Oberhof stattfinden können. Vonseiten des Zweckverbandes Thüringer Wintersportzentrum (TWZ) wird die Halle in einer Mitteilung als "das letzte Puzzleteil" im neuen Schneekonzept bezeichnet.

Am vergangenen Mittwoch wurde die Halle beim Richtfest offiziell eingeweiht. In Zukunft kann in dem neuen Gebäude nahe der Lotto Thüringen Schnee gelagert werden.

"Die Zukunft des Wintersportstandortes Oberhof ist gesichert", versicherte Hartmut Schubert, WM- und Oberhofbeauftragter, laut TWZ-Mitteilung. Durch den Einbau eines Schneeerzeugers dient sie den Angaben zufolge als "Backup im Schneemanagement".

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Schubert betonte, dass das Schneekonzept nicht nur die Weltcups absichere, es schaffe auch "beste" Trainingsmöglichkeiten für den Nachwuchs.

Auf dem Dach der neuen Schneelagerhalle befinden sich im Übrigen Photovoltaik-Anlagen. Diese Anlagen, die laut Schubert bei der Modernisierung der WM-Sportstätten sowie auf weiteren "prädestinierten" Flächen installiert werden, würden zukünftig "gut ein Fünftel des Gesamtenergiebedarfes" der Oberhofer Sportanlagen abdecken.

Nachhaltig betriebener Wintersport

Gegenüber dem MDR sagte er, dass allein die Anlagen auf der Halle ausreichen, um alle Schneekanonen zu betreiben - "für's ganze Jahr gesehen".

Zudem sollen wie Schubert laut TWZ-Mitteilung erklärte, bislang ungenutzte Abwärme-Potenziale der Kältemaschinen gebündelt und weiter verwendet werden.

Nachhaltigkeit und Klimaneutralität hat man sich also in Oberhof auf die Fahnen geschrieben beziehungsweise auf's Dach gesetzt. Bleibt nur zu hoffen, dass das Glas beim Richtfest genug Scherben gelassen hat.

Titelfoto: Thüringer Wintersportzentrum

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