Von Matthias Arnold
Erfurt - Die geplante Schließung des Logistikstandorts in Erfurt mit rund 2700 Beschäftigten überschattet ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr beim Online-Modehändler Zalando.
Der Umsatz stieg 2025 um 16,8 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro an. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verbesserte sich von rund 511 auf 591 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Zalando mit 213 Millionen Euro gleichwohl weniger als im Vorjahreszeitraum mit 251 Millionen Euro.
"Es war wahrscheinlich eine der schwersten Entscheidungen, die wir je treffen mussten", sagte Zalando-Co-Chef David Schröder der Deutschen Presse-Agentur. "Gleichzeitig war sie notwendig, um sicherzustellen, dass wir die Kapazitäten dem zukünftigen Wachstumsbedarf anpassen."
Die Gespräche mit den Mitarbeiter-Vertretern vor Ort liefen gut. Das Unternehmen setze alles daran, die Folgen für die Beschäftigten möglichst gering zu halten. "Dazu gehört, dass wir Jobangebote machen, zusammen mit der Arbeitsagentur vor Ort", betonte Schröder.
Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien an anderen Standorten übernommen worden. "Und jetzt geht es natürlich auch darum, mit dem Betriebsrat einen Sozialplan zu verhandeln."
Erfurt ist eines von vier Logistikzentren in Europa, die im Zuge der Übernahme der Modeplattform About You geschlossen werden sollen. "Weitere Maßnahmen wird es nicht geben", erklärte der Manager. Die Schließung in Erfurt wurde auch von der Thüringer Landespolitik kritisiert.