Erfurt - In der Silvesternacht brannten am Erfurter Domplatz drei historische Fachwerkhäuser. Die Ermittlungen dauern nach wie vor an.
Wie die Polizei berichtete, wurden mittlerweile mehrere Zeugen vernommen und zahlreiches Bildmaterial gesichtet. Den Angaben nach seien über ein eingerichtetes Hinweisportal bislang rund 60 Hinweise aus der Bevölkerung und den Medien eingegangen.
Wegen der umfangreichen Löscharbeiten hatten die Ermittlungen am Brandort erst am 2. Januar begonnen und dauerten bis zum 7. Januar an.
Bei der Untersuchung des Tatorts waren neben der Kripo Erfurt auch die Kripo Suhl, ein Sachverständiger des Landeskriminalamts Thüringen (TLKA) sowie weitere Spezialkräfte des TLKA im Einsatz.
Das Feuer könnte mutmaßlich durch eine Silvesterrakete ausgelöst worden sein - obwohl in der Altstadt ein Silvester- und Böllerverbot herrscht. Zunächst war ein historisches Gebäude in Brand geraten. Im Anschluss waren die Flammen auf zwei benachbarte Häuser übergegriffen. Insgesamt brannten somit drei Dachstühle.
Die Gebäude wurden schwer beschädigt. Mehr als 20 Bewohnerinnen und Bewohner verloren ihr Zuhause. Die Feuerwehr war zwischenzeitlich mit rund 150 Einsatzkräften im Einsatz.