Coronavirus in Frankfurt und Hessen: Fast 18.000 Neu-Infektionen

Frankfurt am Main - Die Corona-Krise hat das Land Hessen und die Mainmetropole Frankfurt weiter fest im Griff – TAG24 berichtet in einem Liveticker über die Coronavirus-Pandemie und deren Folgen für das Bundesland.

Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet – die fünfte Welle der Corona-Pandemie baut sich in Hessen weiter auf.
Tests auf das SARS-CoV-2-Virus werden in einem Labor ausgewertet – die fünfte Welle der Corona-Pandemie baut sich in Hessen weiter auf.  © dpa/Daniel Bockwoldt

Bis Donnerstag (3.47 Uhr) wurden nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 655.261 Infektionen mit dem Virus in Hessen bestätigt. Damit erhöhte sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 17.870.

Die Zahl der Todesfälle, die in dem Bundesland mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Zusammenhang gebracht werden, wurde im Vergleich zum Vortag um 17 korrigiert und liegt nun bei 8783.

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Bürger im Durchschnitt der letzten sieben Tage, liegt bei 1202,1. (Am Vortag lag die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen bei 1093,4.)

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Die Landesregierung versorgt die Bevölkerung über eine kostenlose Service-Telefon-Hotline mit Informationen rund um die Corona-Krise und den Lockdown: 0800/5554666 (Montag bis Donnerstag, 8 bis 17 Uhr, Freitags von 8 bis 15 Uhr).

TAG24 wird weiter über die aktuellen Entwicklungen rund um die Coronavirus-Epidemie in Frankfurt und ganz Hessen berichten.

Alle Infos für ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++!

Ältere Infos für Frankfurt und Hessen findest du im Archiv.

Update, 27. Januar, 12.33 Uhr: Erste hessische Stadt mit Corona-Inzidenz über 2000

Die Coronavirus-Pandemie sorgt in ganz Deutschland für immer weiter ansteigende Infektionszahlen.

Im Bundesland Hessen meldet das Robert Koch-Institut (RKI) nun für die erste Kommune eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 2000!

Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Hessen liegt nach RKI-Angaben aktuell bei 1202,1.
Die Sieben-Tage-Inzidenz für ganz Hessen liegt nach RKI-Angaben aktuell bei 1202,1.  © Screenshot/arcgis.com/RKI

Update, 26. Januar, 16.13 Uhr: Erste Charge von Novavax geht an Gesundheitsämter in Hessen

Die erste Charge des Impfstoffs Novavax soll in Hessen zunächst nur den Gesundheitsämtern zur Verfügung gestellt werden. Diese würden Sonderimpftermine und die lokale Verteilung organisieren, sagte Hessens Gesundheitsminister Kai Klose (48, Grüne) am Mittwoch.

Die 130.000 bis 140.000 Impfdosen werden ab dem 21. Februar ausgeliefert, sie sollen vor allem für die Impfung von Beschäftigten etwa in Kliniken und Pflegeheimen genutzt werden.

Novavax könnte für Skeptiker eine Alternative sein, weil er auf einer anderen Technologie basiert als die bisher verfügbaren Corona-Präparate.

Das Vakzin von Novavax ist ein sogenannter Proteinimpfstoff, er enthält – vereinfachend gesagt – Partikel, welche dem Coronavirus SARS-CoV-2 ähneln und so das Immunsystem zu einer Abwehrreaktion anregen.
Das Vakzin von Novavax ist ein sogenannter Proteinimpfstoff, er enthält – vereinfachend gesagt – Partikel, welche dem Coronavirus SARS-CoV-2 ähneln und so das Immunsystem zu einer Abwehrreaktion anregen.  © Alastair Grant/AP/dpa

Update, 26. Januar, 14.19 Uhr: Probleme bei Fallzahlen-Meldung ans RKI

Die Corona-Fallzahlen in Hessen liegen möglicherweise höher als angegeben. Das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt hatte bereits vergangene Woche über Probleme bei der Übermittlung ans Robert Koch-Institut (RKI) berichtet.

Diese Probleme waren laut Gesundheitsamt bis Mittwoch noch nicht behoben. Grund sei ein fehlerbehaftetes Update der Übermittlungssoftware des RKI, sagte Gesundheitsamtssprecherin Wiebke Reimann. Dadurch sei es "seit einigen Tagen nicht möglich, alle Labormeldungen zügig einzulesen".

Aktuell dürfte die Inzidenz in Frankfurt "vermutlich bei etwa 1700" liegen. Das RKI wies am Mittwoch für Frankfurt 1352,4 aus.

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Update, 26. Januar, 12.01 Uhr: Handelsverband fordert erneut Ende für 2G in Geschäften

Zurzeit gilt im hessischen Einzelhandel die 2G-Regelung.
Zurzeit gilt im hessischen Einzelhandel die 2G-Regelung.  © DPA/Arne Dedert

Der Handelsverband Hessen hat erneut ein sofortiges Ende der 2G-Corona-Regeln in Einzelhandelsgeschäften gefordert.

Es gehe nicht um eine Lockerung des Schutzes, sondern um die Abschaffung einer unsinnigen Maßnahme, erklärte am Mittwoch die Vizepräsidentin des Verbandes, Tatjana Steinbrenner.

Sie verwies auf den von 2G ausgenommenen Lebensmitteleinzelhandel mit täglich 40 Millionen Kundenkontakten, die keine Auswirkungen auf das Pandemiegeschehen hätten. Dennoch würden die restlichen 10 Millionen Kontakte in den übrigen Geschäften problematisiert.

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Steinbrenner verwies darauf, dass bereits in mehreren Bundesländern außerhalb Hessens Gerichte die 2G-Regeln für den Handel gekippt haben. Zudem würden die Händler bei den Kosten für die Kontrollen alleingelassen.

Update, 25. Januar, 13.28 Uhr: Alle Gebietskörperschaften in Hessen sind Corona-Hotspots

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen hat am Dienstag die 1000er-Marke überschritten.
Die Sieben-Tage-Inzidenz für Hessen hat am Dienstag die 1000er-Marke überschritten.  © Screenshot: RKI/experience.arcgis.com

Die Hospitalisierungsinzidenz für Hessen lag am Dienstag nach Angaben des Sozialministerium bei 3,94 – nach 3,85 am Montag. Eine Woche zuvor betrug der Wert 3,16. Die Hospitalisierungsinzidenz gibt an, wie viele Covid-19-Patienten pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen neu in Kliniken aufgenommen wurden.

Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Hessen wurden am Dienstag 202 Covid-19-Patienten behandelt (Stand 12.05 Uhr). Das geht aus Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervor. 106 von ihnen mussten beatmet werden.

Ferner sind laut dem Sozialministerium aktuell alle 26 hessischen Gebietskörperschaften sogenannte Hotspots. Dort gelten strengere Maßnahmen in fast allen Bereichen.

Hotspot wird eine Kommune oder ein Landkreis, wenn an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über dem Wert 350 liegt. Nach fünf Tagen unterhalb der Grenze fällt die Region wieder aus der Regelung hinaus.

Am dritten Tag in Folge liegt der Landkreis Fulda unter diesem Schwellenwert. Der osthessische Kreis weist mit 274,4 die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz im Bundesland auf. Den höchsten Wert verzeichnet weiterhin Wiesbaden (1807,6).

Update, 24. Januar, 19.49 Uhr: Bouffier: Keine neuen Corona-Regeln in Hessen

In Hessen sind trotz des starken Anstiegs der Infektionszahlen keine neuen Corona-Maßnahmen geplant. Es gebe keine Verschärfungen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Montagabend in Wiesbaden nach Abschluss der Bund-Länder-Beratungen. Da aber noch nicht abgeschätzt werden könne, wie sich die Corona-Lage weiter entwickelt, bleibe es bei den geltenden Maßnahmen.

Der bestehende Kurs werde beibehalten, es müsse weiter vorsichtig vorgegangen werden, betonte der Regierungschef. Es gebe zwar eine sehr hohe Infektionsrate. Auf den Intensivstationen der hessischen Krankenhäuser müssten aber derzeit sogar weniger Menschen behandelt werden. Noch könne nicht abgesehen werden, ob sich die Situation in den Krankenhäusern wieder verändert.

Die derzeit geltende Corona-Verordnung in Hessen gilt Bouffier zufolge bis zum 12. Februar. Er sehe aktuell keine Veranlassung, diese beschlossenen Regeln zu verändern. Die Regierungschefs der Länder hätten sich für den 16. Februar zur nächsten Corona-Beratung mit der Bundesregierung verabredet.

Update, 24. Januar, 16.12 Uhr: An Hessens Schulen steigt die Quote positiver Corona-Tests

Die Corona-Zahlen an Hessens Schulen steigen weiter an. Wie das Kultusministerium am Montag in Wiesbaden mitteilte, lag die Quote der positiven PCR-Tests in der zurückliegenden Woche (17. bis 21. Januar) bei den Schülerinnen und Schülern bei 0,28 Prozent.

Unter den Lehrkräften betrug dieser Wert im gleichen Zeitraum 0,23 Prozent. In der Woche zuvor hatte die Quote positiver PCR-Coronatests in der Schülerschaft noch 0,13 Prozent betragen, bei Lehrerinnen und Lehrern 0,14 Prozent. In der Zeit vom 17. bis 21. Januar waren nach Angaben des Ministeriums 1,6 Prozent der Lehrkräfte und 2 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Quarantäne.

Vor zwei Wochen war nach den Weihnachtsferien der Unterricht in Hessen wieder gestartet. In der letzten Woche vor den Weihnachtsferien im Dezember 2021 hatte die Positivquote der PCR-Coronatests unter den Schülerinnen und Schülern noch lediglich 0,04 Prozent betragen (Lehrer: 0,03 Prozent).

Update, 24. Januar, 13.15 Uhr: Corona-Lage an Hessens Schulen verschärft sich

Im vielen Regionen gibt es kaum noch eine Klasse, die nicht von Corona-Fällen betroffen ist.
Im vielen Regionen gibt es kaum noch eine Klasse, die nicht von Corona-Fällen betroffen ist.  © dpa/Julian Stratenschulte

An den hessischen Schulen spitzt sich die Corona-Lage nach Einschätzung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) weiter zu.

In vielen Regionen gebe es kaum noch eine Klasse, die nicht betroffen sei, sagte der GEW-Landesvorsitzende Thilo Hartmann am Montag der dpa in Wiesbaden.

"Der Schwerpunkt des Infektionsgeschehens liegt dabei auf dem Rhein-Main-Gebiet." Nach dem Ende der Weihnachtsferien hatte in Hessen vor zwei Wochen wieder der Schulunterricht begonnen.

Schulen und Familien würden mit der Situation weitgehend alleine gelassen, kritisierte Hartmann. "Wir stellen mit großer Sorge fest, dass der Druck, die Folgen individuell auffangen zu müssen, bei vielen Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern ebenso steigt wie das Gefühl der Erschöpfung."

Der Gewerkschaftschef warf der Landesregierung vor, sich wegzuducken. "Weiter fehlen Luftfilter, werden nicht in ausreichender Menge für Kinder geeignete Masken bereitgestellt."

Zudem fehle es an Vorgaben, wie derzeit Prüfungen sicher abgehalten werden können, erklärte Hartmann. "Besonders dramatisch ist die Lage der Abschlussklassen, hier ist ein sehr hoher Leistungsdruck spürbar."

Der Gewerkschafter kritisierte zudem den Mangel an PCR-Tests. "Dass Schulen in dieser Debatte keine Rolle zu spielen scheinen, verdeutlicht die geringe Wertschätzung, die dem Bereich Bildung zuzukommen scheint."

Update, 24. Januar, 11.45 Uhr: Deutsches Fernsehkrimi-Festival wird auf Mai verlegt

Das Deutsche Fernsehkrimi-Festival in Wiesbaden wird wegen der Einschränkungen in der Corona-Pandemie auf Mai verlegt.

"Wir möchten sehr gerne das Festival als Präsenz- und Publikumsveranstaltung ermöglichen", erklärte der Kulturdezernent der Stadt Wiesbaden, Axel Imholz (SPD), am Montag. Da das wegen der geltenden Corona-Verordnung derzeit nicht möglich sei, soll das Festival nun vom 8. bis 15. Mai stattfinden.

Bis Anfang November 2021 konnten sich Sender und Produktionsfirmen mit aktuellen Krimiproduktionen bei dem Festival bewerben. Elf Sender haben den Angaben zufolge insgesamt 56 Fernsehkrimis eingereicht.

Davon seien zehn im Finale und konkurrierten um den Deutschen Fernsehkrimi-Preis 2022. Sie sollen während des Festivals präsentiert werden.

Update, 24. Januar, 8.23 Uhr: Beeinträchtigung bei Gesundheitsämtern in Hessen wegen Corona-Kontakten

Die Nachverfolgung möglicher Infektionsketten in der Corona-Pandemie belastet in hessischen Kommunen weiterhin die Gesundheitsämter.

Obwohl auf Empfehlung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin längst nicht mehr alle Kontakte nach einer nachgewiesenen Corona-Infektion verfolgt werden, können oder konnten Gesundheitsämter andere Aufgaben nur beschränkt wahrnehmen, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) bei mehreren Kreisen und kreisfreien Städten.

"Die gesetzlichen Pflichtaufgaben des Gesundheitsamts sind kaum möglich", heißt es zum Beispiel aus dem Kreis Hersfeld Rotenburg. In Kassel wurde von einer Reduzierung der regulären Aufgaben gesprochen.

Titelfoto: dpa/Daniel Bockwoldt

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