Geldautomaten gesprengt: Stehen sechs Männer bald vor Gericht?

Von Jan Brinkhus

Frankfurt am Main - Geht es bald vor Gericht? Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat in zwei weiteren Verfahren Anklage gegen sechs mutmaßliche Geldautomatensprenger erhoben.

Gegen sechs mutmaßliche Geldautomatensprenger wurde nun Anklage erhoben. Gehen die Fälle vor Gericht? (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Den 23 bis 34 Jahre alten Beschuldigten aus den Niederlanden, Belgien und Liberia wird Angaben zufolge vorgeworfen, in wechselnder Besetzung an insgesamt neun Taten beteiligt gewesen zu sein.

Laut der Behörde beläuft sich die Beute auf mehr als 457.000 Euro, der Schaden auf 493.000 Euro.

Die Anklagen wurden an den Landgerichten Darmstadt und Kassel erhoben, die nun über die Eröffnung der Hauptverfahren entscheiden.

Frankfurt Crime Überfall in Frankfurt: Räuber stößt 84-jährige Seniorin zu Boden

Vorgeworfen werden den Männern unter anderem das Herbeiführen von Sprengstoffexplosionen, besonders schwerer Diebstahl und darüber hinaus auch Sachbeschädigung. Bei einigen der besagten Taten blieb es allerdings bei einem Versuch.

Wird die entsprechende Anklage zugelassen, setzen die Gerichte die Prozesstermine fest.

Anzeige

Zahl der Geldautomatensprengungen in Hessen zuletzt deutlich gesunken

Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft war an den Ermittlungen zu den Geldautomatensprengungen maßgeblich beteiligt.  © Arne Dedert/dpa

Zu den Tatorten zählen Hofheim, Groß-Umstadt, Vellmar, Fürth im Odenwald und Mörfelden-Walldorf in Hessen sowie Xanten, Erkelenz und Borken in Nordrhein-Westfalen, so die Ermittler. Außerdem Riederich in Baden-Württemberg.

In zwei Fällen sei es den Tätern trotz Explosion nicht gelungen, die Automaten zu öffnen. In zwei weiteren Fällen seien sie bei der Vorbereitung geflohen, nachdem sie entdeckt worden seien. Bei einer Tat in Erkelenz hätten die Täter die Beute nach einem Unfall auf der Flucht zurückgelassen.

Die Ermittlungen führte die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft gemeinsam mit mehreren Landeskriminalämtern, Polizeipräsidien sowie mit Unterstützung von BKA und Europol.

Frankfurt Crime In den Unterarm! Polizeieinsatz in Frankfurt wird zu einer bissigen Angelegenheit

Bereits im vergangenen Jahr hatte es in den Niederlanden Durchsuchungen und Festnahmen in dem Ermittlungskomplex gegeben. 

In Hessen ist die Zahl der Geldautomatensprengungen zuletzt deutlich gesunken: 2025 seien sechs Fälle registriert worden, nach 24 im Jahr 2024 und 61 im Jahr 2023. In diesem Jahr habe es bislang eine Tat ohne Beute gegeben.

Mehr zum Thema Frankfurt Crime: