Fingerzeig an Friedrich Merz: Junge Muslime beim Neujahrsputz in Frankfurt aktiv

Von Oliver Pietschmann

Frankfurt am Main - Nach der Böllerei in der Silvesternacht haben sich rund 80 muslimische Jugendliche für ein schöneres Stadtbild am Mainufer in Frankfurt am traditionellen Neujahrsputz beteiligt. Diesmal auch mit einem politischen Zeichen.

Bundesweit wollen, nach Auskunft der Ahmadiyya Gemeinde, rund 10.000 junge Muslime am Neujahrsmorgen das Stadtbild verschönern.  © Andreas Arnold/dpa

Mit Mülltüten und Greifern sammeln sie nach Angaben des Verbandes Ahmadiyya Muslim Jamaat Überreste von Böllern und Raketen ein.

Gleichzeitig setzten sie einen politischen Akzent: "Liebe für Alle, Hass für keinen" stand auf einem Transparent.

Hinter der Aktion steht der Verband Ahmadiyya Muslim Jamaat und dessen Jugendverband, die das Streben nach Frieden und soziales Engagement in den Mittelpunkt stellen.

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Der Ahmadiyya-Jugend gehören dem Verband zufolge bundesweit etwa 20.000 junge Leute an. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim bundesweiten Neujahrsputz sei mit 10.000 seit Jahren in etwa gleich.

Die Aktion sollte dem Verband zufolge in etwa 240 Städten laufen. Den Neujahrsputz gibt es demzufolge schon seit 30 Jahren.

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Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) hatte mit seiner Stadtbild-Äußerung im vergangenen Jahr für große Diskussionen gesorgt.  © Michael Kappeler/dpa

In diesem Jahr gab es eine neue Dynamik: Vor dem Hintergrund der von Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) angestoßenen sogenannten Stadtbild-Debatte wollen die Organisatoren ein politisches Zeichen setzen. Muslime würden nur noch als Problemgruppe identifiziert. Das sei im Wahlkampf so gewesen und zuletzt in der Stadtbild-Debatte nach einer kritischen Äußerung von Merz.

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