Wegen Rekord-Hitzewelle: Rettungsdienst in Frankfurt im "Ausnahmezustand"

Frankfurt am Main - Die Hitzewelle mit neuen Rekordwerten jenseits von 40 Grad hat den Rettungsdienst und die Kliniken von Frankfurt an die Grenze der Überlastung gebracht: In einer Mitteilung wird wörtlich von einem "Ausnahmezustand" gesprochen!

Über die Warn-App NINA wurde auf die Überlastung beim Frankfurter Rettungsdienst hingewiesen.  © Screenshot/NINA

Infolge der "extremen Temperaturen der letzten Tage" sei die "Notfallrettung überlastet", heißt es in einer Warnung, die am Montagnachmittag über die Notfall-App NINA verschickt wurde.

"Die Zahl an hitzebedingten Notfällen ist sehr hoch. Die Notfallrettung Frankfurt am Main befindet sich in einem Ausnahmezustand. Trotz zusätzlicher eingesetzter Rettungswagen kann es zu Wartezeiten Kommen", heißt es wörtlich in der Mitteilung.

Die Frankfurter Feuerwehr teilte ergänzend am Montag mir, dass die "Auslastung in der Leitstelle sowie im Rettungsdienst und in den Krankenhäusern der Stadt" weiterhin "extrem erhöht" sei. Es gäbe aktuell rund 50 Prozent mehr Notfall-Einsätze als im Durchschnitt.

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Die erwartete Entlastung für die Einsatzkräfte nach der Abkühlung in der Nacht zu Montag sei nicht eingetreten.

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Appell: "Schauen Sie nach Ihren Angehörigen und Nachbarn"

Schon am Wochenende hatte der Frankfurter Rettungsdienst mit einer hohen Zahl hitzebedingter Notfälle zu tun. (Archivbild)  © Feuerwehr Frankfurt/Irina Ignatjuk

Laut der NINA-Warnung soll weiterhin bei lebensbedrohlichen Notfällen der Notruf 112 gewählt werden, "für alle anderen Beschwerden die 116117", letzteres ist die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

"Suchen sie in Notfällen eigenständig die Notaufnahmen auf, bei anderen Beschwerden gehen Sie bitte in die ärztlichen Notdienstpraxen", lautet eine weitere Handlungsempfehlung.

Zudem wird daran erinnert, ausreichend zu trinken. An die Leser wird appelliert: "Schauen Sie nach Ihren Angehörigen und Nachbarn und unterstützen Sie diese."

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Laut der Frankfurter Feuerwehr waren bereits in den zurückliegenden Tagen aufgrund der extremen Temperaturen "deutlich höhere Zahlen an hitzebedingten Notfällen zu verzeichnen". Zudem hätten Feuerwehrkräfte wegen zweier Waldbrände ausrücken müssen.

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