Hamburg - Mehr Sicherheit am Bahnsteig: Das soll das neue KI-Pilotprojekt der Hamburger Hochbahn bringen.
Eine Person, die regungslos auf dem Bahnsteig liegt oder jemand, der einfach die Gleise betritt - solche gefährlichen Vorfälle will die Hamburger Hochbahn bald noch schneller erkennen.
Neben den Mitarbeitern der Hochbahn-Wache soll nun mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) brenzliche Situationen so schnell wie möglich entdeckt werden, teilte die Hochbahn mit.
Im vergangenen Jahr sei das Pilotprojekt bereits gestartet und die Hochbahn habe Kameras mit KI-Unterstützung an bestimmten U-Bahn-Haltestellen installiert.
Doch was bedeutet das genau? Die Kameras sollen in einer Videobildanalyse durch eine automatische Mustererkennung schnell sicherheitskritische Ereignisse feststellen.
Konkret heißt das, wenn es an einer Haltestelle zu einem außergewöhnlichen Ereignis kommt, erkennt die KI-Software diese potenziell sicherheitsrelevante Szene. Anschließend gibt die Technik automatisch einen Hinweis an die Leitstelle weiter, die jeden eingehenden Vorfall prüft.
KI-Technik soll an weiteren Bahnsteigen installiert werden
Auffällige Gefahrensituationen, die die KI erkennen soll, sind zum Beispiel: Personen im Gleisbereich, liegende Menschen, Gedränge am Bahnsteig oder Auseinandersetzungen. Je früher solche Situationen erkannt werden, desto schneller könne Hilfe geleistet werden.
An drei ausgewählten und viel genutzten Haltestellen wurde die Technik bereits in unterschiedlichen Zeiträumen getestet - an den Haltestellen: Barmbek, Baumwall und Berliner Tor. Für Fahrgäste seien die Tests der KI-Videoerkennung nicht wahrnehmbar gewesen.
Zusätzlich macht die Hochbahn darauf aufmerksam, dass die geltenden Datenschutzvorgaben der DSGVO mit der Technik im Einklang stehen.
Außerdem teilte die Hochbahn mit, dass neben den bereits vorhandenen Testhaltestellen, noch in diesem Jahr neue Kameratechnik an den Landungsbrücken angebracht werden soll.
Im Jahr 2027 würde die KI-Technik auch am Hauptbahnhof Süd ausprobiert werden.