Alkoholverbot um Hauptbahnhof wird deutlich erweitert: Wo das Trinken bald illegal ist

Von Christiane Bosch

Hamburg - Das Verbot des Trinkens von Alkohol auf öffentlichen Straßen und Plätzen rund um den Hamburger Hauptbahnhof wird deutlich ausgeweitet.

Ab August sollen weitere Teile von St. Georg in die Verbotszone fallen. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Die Verbotszone soll von August an auch weite Teile des Stadtteiles St. Georg umfassen, teilten Innen- und Sozialbehörde in Hamburg mit. Damit darf man in der Zone zwar Bier, Wein und Co. bei sich tragen, sie aber nicht trinken.

In der Zone liegen Teile der Adenauerallee, des Steindamms, der Bremer Reihe, der Ellmenreichstraße, der Busbahnhof sowie der Hansaplatz. Die Lange Reihe ist nicht eingeschlossen.

Ziel der erweiterten Verbotszone sei es, "die alkoholkonsumbedingten Belastungen für die Menschen im Stadtteil spürbar zu reduzieren und damit die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern", hieß es weiter.

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Zuletzt hatte es immer wieder Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern gegeben, weil das Verbot am Hauptbahnhof das Drogen- und Alkoholproblem lediglich räumlich verlagert hatte - in den Stadtteil St. Georg hinein.

Die Regelung soll zunächst für ein Jahr gelten. Am Hauptbahnhof ist die Zone 2024 errichtet worden. Weil das gut lief, hat der Senat das Alkoholkonsumverbot um drei Jahre verlängert.

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Neben Alkoholverbot: Mehr Sozialarbeiter auf den Straßen unterwegs

Seit 2024 gilt das Alkoholverbot am Hamburger Hauptbahnhof. (Archivbild)  © Christian Charisius/dpa

Zusätzlich zu der Verbotszone sollen den Angaben zufolge Menschen verstärkt personenbezogen kontrolliert und der Aufenthalt von ausländischen Straftätern und erheblichen Ordnungsstörern beendet oder sie zurückgeführt werden.

Den Angaben der Behörden zufolge haben die meisten Störer und Straftäter rund um den Hauptbahnhof keinen festen Wohnsitz und häufig auch kein festes Aufenthaltsrecht.

Gleichzeitig soll es mehr Unterstützung für suchtkranke und obdachlose Menschen rund um den Hauptbahnhof geben und fünf Stellen mehr für Straßensozialarbeiter geben.

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