Eisschollen behindern Fährverkehr auf der Elbe
Von Bernhard Sprengel
Hamburg - Das Eis auf der Elbe behindert den Verkehr der Fähren im Hamburger Hafen. Wegen der aufgestauten Eisschollen vor der Schleuse und dem Sperrwerk in Geesthacht kommt in Hamburg weniger Wasser an.
"Das Eis verstopft da quasi alles", erklärte der Schiffsführer der Hadag-Fähre "Reeperbahn", Fabian Klähn.
Das Wasser im Hafen sei ungefähr zwei Meter niedriger als üblich. "Dadurch können wir bei Niedrigwasser einige Anleger nicht bedienen", sagte Klähn. Als Beispiele nannte er die Anleger Steinwerder auf der südlichen Elbseite und die Ernst-August-Schleuse im Hafen.
Auch das Anlegen sei schwierig, wenn die Strömung das Eis zwischen Ponton und Schiff drücke. Um die Schollen wegzuschieben, müsse die Fähre dann mehrfach vor- und zurücksetzen, erklärte der Schiffsführer.
Die Folge seien Verspätungen. Es könne auch passieren, dass man selbst mit der ganzen Maschinenleistung nicht anlegen könne.
Während der Fahrt stoßen die Eisschollen gegen das Schiff, was nach den Worten des Kapitäns aber keine Probleme bereitet: "Wir kommen noch gut durch, wir sind nicht auf Eisbrecher angewiesen, zum Glück", so Klähn.
Schiffe müssen nach der Eisperiode neu lackiert werden
Klähn fügte jedoch hinzu: "Es vibriert alles mehr, du kriegst es mehr mit, dass du gefühlt die ganze Zeit irgendwo gegen fährst." Aber dem Schiff bereite das keine Probleme, sagte er, während die "Reeperbahn" den Anleger "Dockland" ansteuert. Allerdings müssten die Schiffe nach der Eisperiode neu lackiert werden.
Vor Beginn einer winterlichen Fahrt muss der Kapitän Salz streuen, wenn es auf dem Oberdeck glatt ist. Schneit es während der Fahrt oder gibt es gefrierenden Regen, muss das Deck für Passagiere gesperrt werden.
Der städtische Fährbetreiber Hadag, eine Tochter der Hamburger Hochbahn AG, verfügt nach eigenen Angaben über eine Flotte von 28 Schiffen.
Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa
