Neu in Hamburg: Von der Axt zum Messer, Freizeit-Bar erweitert Angebot

Hamburg - Rund zwei Jahre nach ihrer Eröffnung bietet die Axtwurfbar "WoodCutter" im Othmarschen Park nun auch Messerwerfen an und ist damit die erste Location in der Hansestadt, die auf den Trendsport setzt. "Es ergänzt unser Angebot perfekt, und unsere Gäste können so wieder etwas Neues lernen", freut sich Martin Dencker, Hamburger Geschäftsführer der Freizeitbar-Kette. TAG24 war vor Ort und hat einmal selbst sein Glück versucht.

Teamleiter Patrik Gast (37) erklärt: Beim Axt- und Messerwerfen wird nach einem Punktesystem gespielt, ähnlich wie beim Dart. Ziel ist es, mit möglichst wenigen Würfen genau 24 Punkte zu erreichen.
Teamleiter Patrik Gast (37) erklärt: Beim Axt- und Messerwerfen wird nach einem Punktesystem gespielt, ähnlich wie beim Dart. Ziel ist es, mit möglichst wenigen Würfen genau 24 Punkte zu erreichen.  © Tag24/Madita Eggers

Wie schon beim Axtwerfen beginnt der actionreiche Nachmittag mit einer Sicherheitseinweisung. Während des Werfens gibt es bei "WoodCutter" fast eine 1-zu-1-Betreuung von den sogenannten "Knife Master" beziehungsweise "Axe Master".

"Wir achten darauf, dass ihr trefft, euch sicher fühlt und maximal Spaß habt", so Teamleiter Patrik Gast (37) zu Beginn. Zum maximalen Spaß gehört natürlich auch, die Wurfbahn wieder unbeschadet zu verlassen.

Dafür gibt es Regeln: So dürfen nur maximal vier Personen pro Bahn spielen und immer nur eine Person werfen.

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Das Messer oder die Axt wird dabei erst wieder aufgenommen, wenn diese fest im Holz stecken oder auf dem Boden zum Stillstand gekommen sind. Die verwendeten Sportmesser sind dabei eigentlich stumpf, nur die Spitze ist schärfer, damit das Messer auch wirklich im Holz stecken bleibt.

Übergeben werden diese dennoch nur mit dem Griff voran, und es gilt: "Keine Messer nach draußen, keine Gläser nach drinnen." Immerhin ist das "WoodCutter" immer noch eine Bar, in der auch gerne ein, zwei Bier verköstigt werden dürfen, so Patrik Gast. Aber: "Unsere Gäste müssen nüchtern kommen", so der Teamleiter. Wer sich unsicher oder riskant verhält, bekomme eine Verwarnung, bei einem weiteren Verstoß werden Messer oder Axt entzogen.

Passiert sei in den drei Jahren seit der Eröffnung aber noch nichts, betont Gast.

Gespielt wird auf Bahnen, die von einem Sicherheitszaun umgeben sind, durch den weder Messer noch Axt hindurchdringen können.
Gespielt wird auf Bahnen, die von einem Sicherheitszaun umgeben sind, durch den weder Messer noch Axt hindurchdringen können.  © Tag24/Madita Eggers

TAG24-Test im "WoodCutter"

Hierbei unterscheiden sich Axt- und Messerwerfen

Beim Messerwerfen führen der Zeigefinger und Daumen, der Mittelfinger stützt. Verwendet werden eigens für "WoodCutter" hergestellte Wurfmesser.
Beim Messerwerfen führen der Zeigefinger und Daumen, der Mittelfinger stützt. Verwendet werden eigens für "WoodCutter" hergestellte Wurfmesser.  © Tag24/Madita Eggers

Neben der Sicherheit steht beim "WoodCutter" vor allem der Spaß im Vordergrund. "Ein Kollege von mir sagt immer: 'Jeder Gast ist ein neuer Freund, den wir noch nicht kennen'", so Gast, der als hauptberuflicher Schauspieler sein Team auch gerne mal mehr als vorgegeben entertaint.

"Oder ich lasse mich entertainen", scherzt der 37-Jährige. Wie etwa von dem einen oder anderen amüsanten Wurf. Frust soll aber auf gar keinen Fall entstehen. "Schlussendlich bin ich auch dafür da, dass die Leute mindestens einmal ein Erfolgserlebnis haben", so Gast.

Das sei beim Axtwerfen deutlich leichter als beim Messerwerfen. Denn wie TAG24 selbst erfahren hat, ist es hier vor allem der Griff, der einen erst mal überfordert. Der Teamleiter selbst habe für seinen ersten Treffer mehrere Versuche gebraucht. Dafür ist die Freude noch mal größer, wenn man dann trifft.

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Für die gewünschte Drehung des Messers auf dem Weg zur hölzernen Zielscheibe wird das Handgelenk vollständig eingesetzt, kombiniert mit einer Flip-Bewegung von Hand und Fingern, ähnlich einem Baseballwurf. Das ist der größte Unterschied zum Axtwerfen, bei dem das Handgelenk möglichst starr bleiben sollte.

Für Einsteiger empfiehlt Gast ein Kombi-Angebot aus Axt- und Messerwerfen: Zuerst mit der Axt starten, um ein Gefühl für das Werfen zu bekommen, und anschließend das Messerwerfen ausprobieren.

"WoodCutter" gibt es auch in Berlin, Köln, Leipzig und Frankfurt. Wobei Hamburg der einzige Standort mit einem Gastro-Angebot sei. Mehr Informationen auf axt-werfen.hamburg.

Titelfoto: Tag24/Madita Eggers

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