Von Christiane Bosch
Hamburg - Weil der Eintritt auf die Aussichtsplattform der Hamburger Elbphilharmonie von Oktober an fünf Euro kosten wird, dürften auch die Besucherzahlen deutlich sinken.
Die Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft mbH (ELBG) rechnet mit einem Besucherrückgang von etwa 25 bis 30 Prozent, wie eine Sprecherin der Hamburger Kulturbehörde der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Das entspräche rund 550.000 bis 660.000 spontanen Plaza-Besuchern weniger. Dennoch würden jährlich noch rund 1,5 Millionen Menschen die Aussichtsplattform besuchen.
Die Plaza in 37 Metern Höhe ist eines der meistbesuchten Wahrzeichen der Stadt. Mehr als 2,2 Millionen Menschen kamen im vergangenen Jahr, um den kostenlosen Blick über Hafen und Stadt zu genießen.
An Spitzentagen sind es bis zu 17.000 Besucher. Hinzu kommen die Konzertbesucher, bei ihnen ist der Plaza-Besuch im Ticket enthalten.
Die Plaza liegt genau zwischen der Ziegel- und der Glasfassade des imposanten Konzerthauses mit dem wellenförmigen Dach.
Elbphilharmonie: Bisher seit Jahren gleichbleibende Besucherzahlen
Vom 5. Oktober an kostet der Besuch der bislang frei zugänglichen Plaza fünf Euro, ermäßigt drei Euro. Mit den Eintrittsgeldern soll der Kulturhaushalt der Stadt entlastet werden.
Nach Angaben der Elbphilharmonie hat die Ankündigung bislang nicht zu einem deutlichen Anstieg der Besucherzahlen geführt. "Erfreulicherweise ist die Nachfrage seit Jahren gleichbleibend hoch", sagte ein Elbphilharmonie-Sprecher.
Im ersten Halbjahr 2025 wurden demnach nur wenige Tausend Besucher mehr gezählt als im gleichen Zeitraum 2024 und 2026. "Im ersten Elbphilharmonie-Jahr 2017 hatten sich über drei Millionen Neugierige die Plaza angeschaut."
Die Plaza war Ende 2016 eröffnet worden.