Von Christiane Bosch
Hamburg - Zahlreiche Menschen haben bei einer Mahnwache am Unfallort in Hamburg-Wilstorf des gestorbenen Elfjährigen gedacht, der am Mittwoch bei einem Lastwagenunfall ums Leben gekommen ist.
Die Polizei sprach von rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, darunter waren auch viele Kinder. Zu der emotionalen Mahnwache hatte der Hamburger Landesverband des Fahrradclubs ADFC aufgerufen.
Zum Gedenken an das Opfer wurde ein weißes, sogenanntes Ghostbike aufgestellt. Während der Gedenkminuten legten sich viele Menschen mitten auf die Straße, ihre Fahrräder legten sie neben sich.
Das Kind war am Mittwochnachmittag auf seinem Fahrrad unterwegs gewesen, als es an einer Einmündung mit einem Lastwagen zusammenstieß.
Dabei habe der Junge lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten. Unfallzeugen begannen mit der Reanimation des Kindes, die von einer Rettungswagenbesatzung fortgesetzt wurde.
Dennoch starb der Junge am Unfallort an seinen schweren Verletzungen.
ADFC fordert mehr Schutz von Radfahrern
Der ADFC fordert zum Schutz von Radfahrenden und Fußgängerinnen und Fußgängern in Hamburg sichere Rad- und Gehwege sowie mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen. Auch sollten Lastwagenfahrerinnen und -fahrer häufiger und konsequenter mit Blick auf die Geschwindigkeit beim Abbiegen kontrolliert werden.
Zudem forderte der ADFC obligatorische Abbiege- und Notbremsassistenten oder alternativ die Einführung einer Beifahrerpflicht.
Ohne diese Dinge sollten Lastwagen nicht auf Hamburgs Straßen unterwegs sein dürfen, so der ADFC weiter.