Lebensgefahr: Mann sammelt Pfandflaschen auf Gleisen im laufenden Bahnverkehr
Hamburg - Gefährlicher Zwischenfall am Samstagabend in Hamburg: Am S-Bahn-Haltepunkt Holstenstraße kletterte gegen 19.50 Uhr ein junger Mann auf die Gleise und brachte sich damit in Lebensgefahr! Er habe versucht, dort Pfandflaschen zu sammeln.
Alles in Kürze
- Mann sammelt Pfandflaschen auf Gleisen in Hamburg
- ICE muss wegen Mannes Notbremsung einleiten
- Strecke wird für S- und Fernbahnen gesperrt
- Mann bringt sich und andere in Lebensgefahr
- Polizei spricht Warnung aus gegen leichtsinniges Verhalten

Ein durchfahrender ICE musste wegen des Mannes sogar eine Notbremsung einleiten, da er sich direkt im Bereich der Fernbahngleise aufhielt. Sofort wurde die Strecke für S- und Fernbahnen gesperrt und der Strom an den Schienen abgestellt.
Als die Beamten eintrafen, hatte der Gleisgänger den Gefahrenbereich zwar schon verlassen, konnte jedoch kurze Zeit später am Bahnsteig entdeckt werden. Der Mann wurde daraufhin für eine Identitätsfeststellung auf das Bundespolizeirevier gebracht.
Die Auswertung der Überwachungskameras zeigte, dass er wiederholt den S-Bahn-Bereich betreten und sogar die Abdeckung der Stromschienen überstiegen hatte, um auch an den parallel verlaufenden Fernbahngleisen Flaschen zu sammeln.
Dabei brachte er nicht nur sich selbst, sondern auch andere massiv in Gefahr. Ein Atemalkoholtest verlief negativ. Nach Abschluss der Maßnahmen durfte er die Wache wieder verlassen.
Mann betritt Gleisbereich: Polizei spricht Warnung aus

Jetzt läuft ein Verfahren gegen den Mann. Gegen 20.05 Uhr wurde die Sperrung der Strecke schließlich wieder aufgehoben.
In einer eindringlichen Warnung machte die Bundespolizei erneut deutlich, wie gefährlich solches Verhalten ist. Der Aufenthalt im Gleisbereich sei streng verboten, die Stromschienen führten 1200 Volt und könnten bei Berührung tödlich sein.
Zudem hätten Züge extrem lange Bremswege. Mit leichtsinnigem Verhalten gefährden Menschen nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das von Reisenden und Einsatzkräften.
Titelfoto: Jan Woitas/dpa