Hamburger CDU-Chef hält Boris Pistorius für kompetenter als eine Verteidigungsministerin

Hamburg - CDU-Landeschef Christoph Ploß (37) wirft dem Bundeskanzler Wortbruch bei der Besetzung des Verteidigungsministeriums vor - Boris Pistorius (62, SPD) hält Ploß dennoch für kompetenter als weibliche Kandidaten.

Wirft dem Bundeskanzler Olaf Scholz (64) den Bruch eines Wahlkampfversprechens vor, findet das aber trotzdem gut: Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß (37).
Wirft dem Bundeskanzler Olaf Scholz (64) den Bruch eines Wahlkampfversprechens vor, findet das aber trotzdem gut: Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß (37).  © Marcus Brandt/dpa

Der Hamburger CDU-Landesvorsitzende Christoph Ploß hat Bundeskanzler Olaf Scholz (64, SPD) im Zusammenhang mit der Neubesetzung des Verteidigungsressorts Wortbruch vorgeworfen.

"Bundeskanzler @OlafScholz bricht sein Wahlkampfversprechen, dass sein Kabinett paritätisch besetzt ist", twitterte der Bundestagsabgeordnete am Dienstag.

Zugleich begrüßte er die Entscheidung des Kanzlers, mit Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius nun doch einen Mann zum Nachfolger von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (57, beide SPD) zu berufen.

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"Bei der Besetzung höchster Staatsämter darf es nicht auf Geschlecht, Herkunft oder Hautfarbe ankommen, sondern nur auf Kompetenz", schrieb Ploß.

Christoph Ploß wirft Kanzler Bruch von Wahlkampfversprechen vor

Der Nachricht war ein Tweet von Scholz angehängt, in dem dieser im November 2020 versprochen hatte: "Ein von mir als Bundeskanzler geführtes Kabinett ist mindestens zur Hälfte mit Frauen besetzt!"

Mit Pistorius als neuem Verteidigungsminister würde das bislang ausgeglichene Geschlechterverhältnis in Scholz' Kabinett zugunsten der Männer auf neun zu sieben kippen.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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