Hamburg - Am 12. August ist es so weit: Ein seltenes Himmelsspektakel ist über ganz Deutschland und auch Hamburg zu beobachten. Erst verdunkelt sich die Sonne, danach beginnt die Nacht der Sternschnuppen. Wer die Sonnenfinsternis beobachten will, braucht allerdings freie Sicht nach Westen und vor allem den richtigen Augenschutz.
Am Mittwoch schiebt sich der Mond vor die Sonne und sorgt auch über der Hansestadt für eine deutlich sichtbare partielle Sonnenfinsternis.
Kurz vor Sonnenuntergang (ab 19.10 Uhr) werden über Hamburg rund 85 Prozent der Sonne vom Mond bedeckt sein. Der Höhepunkt der partiellen Sonnenfinsternis wird um 20.07 Uhr erwartet.
Wer das Schauspiel beobachten möchte, sollte sich allerdings rechtzeitig einen guten Platz mit freier Sicht Richtung Westen suchen. Denn genau dort verschwindet die Sonne am Abend.
Einige Orte in der Stadt bieten einen besonders guten Blick über Hamburg und den Himmel. Dazu gehören unter anderem der Altonaer Balkon, das Dockland, der Stintfang oberhalb der Landungsbrücken, der 80 Meter hohe Müllberg in Hummelsbüttel sowie der Strandhöft in der Hafencity.
Einen Rundumblick bietet der "Grüne Bunker" an der Feldstraße, dessen kostenlose Dachgarten bis 21 Uhr geöffnet ist. Wer die Aussicht von der Hauptkirche St. Michaelis genießen möchte, kann die Aussichtsplattform des Nachtmichel besuchen (ab 12,90 Euro).
Wichtig ist dabei vor allem die Blickrichtung: Die Sonne geht im Westen unter. Nicht jeder erhöhte Punkt in Hamburg ist deshalb automatisch für die Finsternis geeignet. Und: Wer das Himmelsspektakel verfolgen möchte, sollte auf keinen Fall ungeschützt in die Sonne schauen.
Das Planetarium Hamburg empfiehlt spezielle Sonnenfinsternis-Brillen oder Teleskope mit geeigneten Sonnenfiltern. Andernfalls drohen schwere Schäden an der Netzhaut. Eine herkömmliche Sonnenbrille biete keinen ausreichenden Schutz.
Planetarium: Beste Sicht auf der Stadtparkwiese
Das Planetarium veranstaltet am 12. August die "Lange Nacht der Astronomie".
Tagsüber gibt es Vorträge und Kinderprogramm, am Abend wird ab 19.45 Uhr die totale Sonnenfinsternis aus Spanien live übertragen. Die Veranstaltung ist allerdings bereits ausverkauft.
Für die Sonnenfinsternis selbst ist die Aussichtsplattform des Planetariums dagegen nicht geeignet: Sie zeigt Richtung Osten.
Deshalb organisiert das Planetarium gemeinsam mit der "Gesellschaft für volkstümliche Astronomie" ab 19 Uhr Teleskopbeobachtungen auf der großen Stadtparkwiese am Stadtparksee.
Dort gibt es den benötigten freien Blick Richtung Westen. Der Weg vom Planetarium dorthin ist nach Angaben des Sternentheaters ausgeschildert und dauert etwa 15 Minuten.
Nach Sonnenuntergang geht der Blick weiter nach oben: In der Nacht auf den 13. August erreichen die Perseiden ihr Maximum. Der dunkle Neumond sorgt dabei laut Planetarium für gute Bedingungen zur Beobachtung der Sternschnuppen.