Schwerer Frontalcrash: Linienbus fährt gegen Baum, mindestens 16 Verletzte

Hamburg - Ein voll besetzter Linienbus ist am Donnerstagmittag im Stadtteil Barmbek-Nord aus noch unbekannter Ursache frontal gegen einen Baum gefahren. Ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr war angerückt und kümmerte sich um zahlreiche Verletzte sowie den eingeklemmten Busfahrer. Zudem drohte der Unfallbaum zu fallen, wie TAG24 vor Ort erfuhr.

Der Busfahrer wurde durch den Aufprall in der Kabine eingeklemmt. Er ist aber ansprechbar.
Der Busfahrer wurde durch den Aufprall in der Kabine eingeklemmt. Er ist aber ansprechbar.  © Tag24/Madita Eggers

Gegen 13 Uhr lenkte der Fahrer eines Busses der Hamburger Verkehrsverbunde (HVV) sein Fahrzeug durch die Drosselstraße aus Richtung Rübenkamp kommend, als er ersten Erkenntnissen zufolge offenbar aus gesundheitlichen Gründen die Kontrolle über den Bus verlor.

Vor der Kollision mit dem Baum soll der HVV-Bus bereits mehrere parkende Autos gestreift haben.

Der Busfahrer (69) wurde bei dem Aufprall in der Kabine eingeklemmt. Über eine Stunde lang versuchten die Einsatzkräfte den älteren Mann unter anderem mithilfe eines hydraulischen Geräts zu befreien.

Lebensgefahr! Junge Frau flüchtet vor der Polizei und kracht gegen Baum
Hamburg Unfall Lebensgefahr! Junge Frau flüchtet vor der Polizei und kracht gegen Baum

Zudem mussten immer wieder Äste des Unfallbaums von den Einsatzkräften weggeschnitten werden, die drohten herunterzufallen. Der Bus wurde durch den Aufprall massiv beschädigt.

Gegen 15 Uhr gelang es der Feuerwehr, den lebensgefährlich verletzten Busfahrer zu befreien. Bei dem Unfall wurden mindestens 16 Personen verletzt, darunter mehrere schwer und lebensbedrohlich, wie ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber TAG24 bestätigte. Insgesamt mussten 14 Betroffene in Krankenhäuser gebracht werden.

Zeugenberichten zufolge soll ein Fahrgast durch die Wucht des Aufpralls durch die Frontscheibe geschleudert worden sein, eine offizielle Bestätigung dafür gibt es jedoch bislang nicht.

Fahrgäste, die den Bus eigenständig verlassen konnten, wurden aus dem Gefahrenbereich evakuiert und vor Ort betreut. Mehrere von ihnen erlitten Schürfverletzungen sowie Prellungen.

Durch die Wucht des Aufpralls flogen mehrere Gegenstände aus dem Bus heraus.
Durch die Wucht des Aufpralls flogen mehrere Gegenstände aus dem Bus heraus.  © Tag24/Madita Eggers

120 Einsatzkräften waren vor Ort

Auch ein Rettungshubschrauber mit Notarzt an Bord war im Einsatz und landete gegen 13.40 Uhr in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle.
Auch ein Rettungshubschrauber mit Notarzt an Bord war im Einsatz und landete gegen 13.40 Uhr in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle.  © Tag24/Madita Eggers

Wie es genau zu dem Unfall kam, ist bislang noch unklar. Ein Sprecher der Polizei erklärte gegenüber TAG24, dass die Ermittlungen zur Unfallursache derzeit laufen.

Auch inwieweit eine plötzliche Erkrankung des Busfahrers Ursache des Unfalls sein könnte, ist aktuell Bestandteil der Ermittlungen.

Für die Rettungsmaßnahmen war die Drosselstraße zwischen der Fuhlsbüttler Straße und der Bramfelder Straße mehrere Stunden lang vollständig gesperrt.

Toyota-Fahrer übersieht Motorrad? Eine Person schwer verletzt
Hamburg Unfall Toyota-Fahrer übersieht Motorrad? Eine Person schwer verletzt

Zwischenzeitlich musste die Polizei auch mehrere Gaffer von der Unfallstelle verweisen.

Rund 120 Einsatzkräfte waren vor Ort, inklusive Spezialkräfte wie Höhenrettung, zwei Dutzend Polizeiwagen, der Polizeihubschrauber "Libelle" und spezielle Versorgungsfahrzeuge.

Die Unfallaufnahme und Aufräumarbeiten, wie das Fällen des Baumes dauern momentan noch an.

Die Polizei sucht nun nach weiteren Zeugen, wer etwas gesehen hat oder Hinweise zum Unfallgeschehen geben kann, wird gebeten, sich unter 040 4286 56789 bei der Hamburger Polizei zu melden.

Erstmeldung am 26.März um 13.35 Uhr, aktualisiert um 17.07 Uhr.

Titelfoto: Tag24/Madita Eggers

Mehr zum Thema Hamburg Unfall: