Waffenlager in Billstedt: Polizei räumt Wohnung leer

Hamburg - Ein Anruf am Montagmorgen setzte die Polizei Hamburg in Alarmbereitschaft. Wenig später rückten Feuerwehr und Bomben-Entschärfer nach Billstedt aus.

Die Polizei trug zahlreiche Waffen aus der Wohnung des Mannes.
Die Polizei trug zahlreiche Waffen aus der Wohnung des Mannes.  © Lars Ebner

Seit dem frühen Montagmorgen standen zahlreiche Polizeiwagen, Feuerwehrautos und der Notarzt vor der Oscar-Schlemmer Straße 4 in Billstedt.

Grund dafür war zunächst eine Suizid-Ankündigung eines Anrufers: "Die Kollegen suchten die Wohnung des Mannes auf und nahmen die Feuerwehr zur Türöffnung mit", sagte Polizeisprecherin Nina Kaluza auf Nachfrage von TAG24.

Vor Ort trafen sie einen abwesend wirkenden, aber lebenden Mann an. Der laut Angaben der Polizei nach einer medizinischen Erstversorgung in eine "psychiatrische Abteilung" gebracht wurde.

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Der Gesundheitszustand des Mannes und ob er äußerlich verletzt war, sind noch unbekannt.

Polizisten bringen Kanister mit unbekannten Substanzen zum Experten-Team.
Polizisten bringen Kanister mit unbekannten Substanzen zum Experten-Team.  © Lars Ebner
Unter den Waffen befanden sich auch zahlreiche Schwerter.
Unter den Waffen befanden sich auch zahlreiche Schwerter.  © Lars Ebner

Während des Einsatzes entdeckten die Polizisten mehrere Waffen und durchsuchten die Wohnung des Mannes. Dabei wurden auch Substanzen gefunden, die nicht genau bestimmt werden konnten. "Es wurden die Entschärfer der Polizei und der Umweltdienst der Feuerwehr angefordert", so Kaluza.

Augenzeugen berichten, dass Schwerter, Handgranaten, Gewehre, Pistolen und Kanister mit Salzsäure aus der Wohnung getragen wurden.

Die Polizei selbst sprach nach dem Einsatz, der bis in die frühen Abendstunden andauerte, von mehreren Luftgewehren und Hieb und Stichwaffen.

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"Zudem wurden weitere Waffen sichergestellt, die aktuell noch auf eine Verbotswidrigkeit geprüft werden", so ein Sprecher der Polizei Hamburg. Weitere Angaben seien zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Normalerweise berichtet TAG24 nicht über Suizide. Da sich der Vorfall aber im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es doch zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Originalmeldung vom 12. September, 17.11 Uhr. Aktualisiert am 13. September um 11.08 Uhr.

Titelfoto: Lars Ebner

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