Michelstadt - Damit dürften zwei mutmaßliche Erpresser bei ihren Planungen sicherlich nicht gerechnet haben: Einer der Männer wurde nahe Michelstadt in Hessen von mehreren Wildschweinen ausgebremst - mit Folgen für beide.
Wie die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Polizeipräsidium Südhessen mitteilten, sollen die Verdächtigen seit Mitte März versucht haben, einen Geschäftsmann aus dem Odenwaldkreis zu erpressen.
Am späten Sonntagabend stand die geplante Geldübergabe auf dem Programm.
Demnach sollte das geforderte Bargeld in der Feldgemarkung im Bereich Michelstadt, Asselbrunn und Rehbach zur Abholung bereitgelegt werden.
Verdeckt agierenden Polizeikräften gelang es, einen der Beschuldigten, der zunächst in einem Fahrzeug vom vereinbarten Abholort flüchten konnte, zu lokalisieren. Bei seiner Flucht war er mit einer plötzlich kreuzenden Rotte kollidiert.
Die Folge: Er konnte laut Polizei nur wenig später im Rahmen der Fahndungsmaßnahmen, an denen auch ein Polizeihubschrauber beteiligt war, vorläufig festgenommen werden.
Mutmaßliche Erpressung in Südhessen: Ermittlungen laufen auf Hochtouren
Bei dem Unfall mit den Wildschweinen hatte sich der 33-Jährige leichte Verletzungen zugezogen. Im Zusammenhang mit den weiteren Ermittlungen erhärtete sich auch der Verdacht gegen einen 18 Jahre alten Mann. Er wurde ebenfalls festgenommen.
Die beiden Verdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder freigelassen. Sie werden sich in einem Ermittlungsverfahren wegen versuchter Erpressung verantworten müssen. Die Ermittlungen hierzu dauern an.