Protestaktionen gegen AfD-Jugend: Polizei mit einem Großaufgebot in Fulda im Einsatz
Von Michael Bauer
Fulda - Die Polizei wird angesichts der angekündigten Proteste gegen die Gründung eines hessischen Landesverbandes der AfD-Jugendorganisation an diesem Samstag mit einem Großaufgebot in Fulda sein.
Das erklärte Innenminister Roman Poseck (56, CDU) hinsichtlich der Planung. Die anstehenden Proteste werden seiner Einschätzung zufolge voraussichtlich aber "nicht die Dimension haben, die wir Ende November in Gießen erlebt haben".
Gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland (GD) auf Bundesebene in Gießen am 29. November 2025 hatten rund 25.000 Menschen protestiert – die meisten friedlich. Es kam aber auch zu Zusammenstößen mit der Polizei.
Während in Gießen Gegendemonstranten wegen der hohen symbolischen Bedeutung eines neuen Bundesverbandes aus ganz Deutschland angereist waren, dürfte das Geschehen in Fulda vor allem eine landesweite Dimension haben, erklärte er.
"Derzeit muss von einer breiten hessenweiten Mobilisierung ausgegangen werden. Eine Mobilisierung über Hessen hinaus ist bislang nicht feststellbar", so Poseck.
Roman Poseck versteht "Besorgnis vieler Menschen vor rechtsextremen Gefahren"
Er verstehe die Besorgnis vieler Menschen vor rechtsextremen Gefahren für Demokratie und Sicherheit, erklärt Poseck und appellierte entsprechend an alle Beteiligten, friedlich und auf dem Boden des geltenden Rechts zu handeln. Rechtswidrige oder sogar gewalttätige Aktionen von Gegendemonstranten seien Angriffe auf den Rechtsstaat, führte der Innenminister aus.
Ein Bündnis aus mehreren Gruppen hat Proteste gegen die Gründung eines Ablegers der AfD-Jugendorganisation am 28. März angekündigt. Um 10 Uhr soll sich ein Demonstrationszug formieren, um 10.30 Uhr ist ein sogenanntes Demokratiefest vor dem Bürgerhaus im Stadtteil Johannesberg geplant, wo um 11 Uhr die AfD-Tagung beginnen soll.
Titelfoto: Boris Roessler/dpa
