Von Sandra Trauner, Isabell Scheuplein, Michael Bauer, Christine Schultze, Jenny Tobien
Frankfurt am Main - Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite! Ob Waldspaziergang, SUP auf dem Main oder Paddeln auf der Lahn: In Hessen gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich an den heißen Tagen aktiv zu erholen.
Spazieren oder Radeln unter Baumwipfeln
Wem es trotz Hitze eher nach Bewegung ist, dem ist ein Waldspaziergang oder eine Fahrradfahrt unter Bäumen zu empfehlen. In ihrem Schatten ist es gleich mehrere Grad kühler.
Hessen hat eine große Auswahl an Wäldern zu bieten, darunter der Nationalpark Kellerwald-Edersee, der nordhessische Reinhardswald und der Odenwald - und natürlich bieten auch Rhön, Taunus und Vogelsberg reichlich Wald.
Es gibt auch kleinere, unbekanntere Waldgebiete, die einen Besuch lohnen, wie etwa den Naturwald Kühkopf-Knoblochsaue, der bei der Rheinbegradigung in Südhessen entstand. Alter Baumbestand und gelegentliche Hochwasser schaffen Lebensraum für besonders seltene Arten, wie der Naturschutzbund (Nabu) mitteilt.
SUP auf dem Fluss
Skyline-Blick vom Wasser aus? Jetzt im Sommer lässt sich Frankfurt auch wunderbar vom Main aus entdecken, auf einem Stand-Up-Paddle. In Frankfurt verleiht etwa "Main-SUP" Bretter und bietet Kurse und Touren an.
Ebenfalls im Angebot: Yoga! Dabei wird das SUP-Board auf dem Wasser zur Yoga-Matte. "Du bist nicht nur an der frischen Luft unterm freien Himmel, sondern auch auf einem sich bewegenden Untergrund, was deinen Gleichgewichtssinn und die Tiefenmuskulatur besonders trainiert", heißt es.
Weitere SUP-Möglichkeiten auf dem Main gibt es etwa in Offenbach oder in Seligenstadt. Und am Schiersteiner Hafen in Wiesbaden bietet etwa "Rhein SUP" Veranstaltungen und Events mit dem Board an.
Kühles Getränk im Beachclub
Die Füße in den Sand graben, am Pool posen, einen Cocktail in der Hand - wenn es heiß wird in der Stadt, ist das doch eine schöne Sache.
Beachclubs gehören im Sommer zu den Fixsternen in der Frankfurter Gastronomie. Weil die Clubs teilweise Brachflächen nutzen, ändert sich Zahl und Lage dieser Angebote von Jahr zu Jahr.
Besonders beliebt sind Beachclubs, die auf Dächern zwischen den Hochhäusern liegen. Hier kann man mit einem kühlen Getränk in der Hand und leichter Bekleidung am Körper die Skyline genießen. Den "Citybeach" auf dem Dach des Parkhauses Konstabler Wache gibt es schon seit zehn Jahren. Neu ist der "Ocean Club" in den Gateway Gardens am Flughafen.
Beim Sommerrodeln talwärts düsen
Rodeln macht auch im Sommer Spaß!
Zumal es auf den Sommerrodelbahnen etwa auf dem Hoherodskopf im Vogelsberg oder auf der Wasserkuppe, Hessens höchstem Berg, ein paar Grad kühler ist als im hitzegeplagten Flachland. Den frischen Fahrtwind gibt es gratis dazu.
Das Sommerrodeln ist kinderleicht: Zieht man den Hebel nach hinten, bremst der Schlitten, schiebt man ihn nach vorn, beschleunigt er. Auf den Bahnen am Hoherodskopf und auf der Wasserkuppe dürfen Kinder ab acht Jahren alleine rodeln, ab drei Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Bergauf geht es bequem mit Liftsystemen.
Paddeln und Landschaft genießen
Wandern und Wasser verbinden - dafür bietet die Lahn in Mittelhessen perfekte Bedingungen. Auf 160 Flusskilometern lässt sich die abwechslungsreiche Landschaft des Lahntals erkunden, mal ganz entspannt mit der Familie oder auch sportlich für erfahrene Paddler.
Erste offizielle Einstiegsstelle ist im Weimarer Ortsteil Roth südlich von Marburg. Von dort geht es flussabwärts bis zur letzten Ein- und Ausstiegsstelle Niederlahnstein kurz vor der Mündung der Lahn in den Rhein.
Tipps für Etappen und Touren für jedes Level inklusive Streckenlänge, Dauer und Wetteraussichten hält etwa eine Website des Lahntal Tourismus Verbands bereit. Wer sich zwischendurch im Wasser erfrischen möchte, sollte allerdings wissen, dass viele Uferzonen unter Naturschutz stehen und das Anlanden nur an offiziellen Ein- und Ausstiegsstellen oder an offiziellen Rastplätzen erlaubt ist. Sie sind an grünen Informationstafeln auch vom Wasser aus zu erkennen.