Geisterfahrer auf der A67 lässt sich nur mit Schuss in den Reifen stoppen
Büttelborn/Rüsselsheim - Auf der A67 im Landkreis Groß-Gerau ließ sich ein Falschfahrer am frühen Samstagmorgen nur mit einem Schuss in einen Vorderreifen stoppen. Anschließend wollte der 49 Jahre alte Mann zu Fuß flüchten.
Eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Süd schilderte das Geschehen. Demnach waren gegen 2.30 Uhr mehrere Notrufe bei der Polizei eingegangen: Im Bereich der Abfahrt Büttelborn sei ein Falschfahrer auf der südlichen Fahrspur in Richtung Norden unterwegs.
Schnell hatten die Besatzungen mehrerer Streifenwagen den Falschfahrer ausgemacht und signalisierten dem Mann anzuhalten. Dieser habe dann zwar immer wieder kurze Stopps eingelegt, sei aber jedes Mal anschließend weitergefahren.
Zwischen Rüsselsheim und dem Mönchhof-Dreieck sei er auch noch in die Leitplanke gekracht, weiter ging die Fahrt aber dennoch.
Als der Fahrer aber am Mönchhof-Dreieck wieder kurz anhielt, schoss einer der Polizisten gegen 3 Uhr in den Vorderreifen des Autos.
49-jähriger Falschfahrer versucht, zu Fuß zu entkommen
Da er nun nicht mehr weiterfahren konnte, versuchte der 49-Jährige, zu Fuß zu entkommen. Die Beamten konnten ihn aber schon nach kurzer Verfolgung einholen und festnehmen. Dabei habe der Mann deutliche Anzeichen von vorangegangenem Drogenkonsum gezeigt.
Nach der Blutentnahme wurde er wegen seines bedenklichen Zustands in eine Klinik eingewiesen, das Auto stellten die Polizisten sicher. Es wurde abgeschleppt.
Während des Einsatzes und der anschließenden Maßnahmen war die A67 in Fahrtrichtung Süden bis um kurz vor 8 Uhr gesperrt. Auch die andere Fahrspur musste teilweise gesperrt werden.
Titelfoto: Jan Woitas/dpa
