Wer soll das alles noch bezahlen? Eigenanteil für Pflegeheim in Hessen steigt weiter

Von Christine Schultze

Wiesbaden - Wer soll das alles noch bezahlen? Der von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern selbst zu zahlende Anteil ist auch in Hessen weiter gestiegen.

Der von Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohnern zu zahlende Anteil bereitet den Menschen und ihren Angehörigen große Sorgen. (Symbolfoto)  © Frank Molter/dpa

Im ersten Jahr im Heim mussten sie mit Stand zum 1. Juli dieses Jahres stolze 3431 Euro aus der eigenen Tasche zahlen, wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen (vdek) jetzt ergab.

Das waren 202 Euro mehr als zu Jahresbeginn und sogar 405 Euro mehr als am 1. Juli des Vorjahres, wie aus den entsprechenden Daten hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegen.

In den Beträgen ist ein zu zahlender Eigenanteil lediglich für die reine Pflege und Betreuung enthalten, da die Pflegeversicherung anders als die Krankenversicherung nur einen Teil trägt.

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Außerdem umfassen die Summen auch noch Zahlungen für Unterkunft und Verpflegung, notwendige Investitionen in Einrichtungen und Umlagen für anfallende Ausbildungskosten.

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Kosten für Pflegeheim: Eigenanteil in Hessen höher als im Bundesschnitt

Ein wichtiger Faktor: Die Gesamtbelastung der Menschen hängt von der Aufenthaltsdauer im Heim ab. (Symbolfoto)  © Christoph Schmidt/dpa

Im Bundesdurchschnitt lag der von den Bewohnerinnen und Bewohnern selbst zu zahlende Anteil zum 1. Juli bei 3364 Euro im Monat. Die Unterschiede zwischen den Ländern sind groß.

Am höchsten war die monatliche Belastung im ersten Heimjahr zum gleichen Stichtag in Bremen mit durchschnittlich 3761 Euro. Am niedrigsten lag sie in Sachsen-Anhalt mit insgesamt 2891 Euro.

Die Gesamtbelastung der Menschen hängt von der Aufenthaltsdauer im Heim ab, weil sich danach die Entlastungszuschläge der Pflegekassen richten.

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Der Eigenanteil für die reine Pflege sinkt im ersten Jahr um 15 Prozent, im zweiten um 30 Prozent, im dritten um 50 Prozent und ab dem vierten Jahr um 75 Prozent. Auch mit dem höchsten Zuschlag stieg die Gesamtbelastung ab dem vierten Jahr nun im Schnitt auf 2091 Euro. Das waren 175 Euro mehr als zum 1. Juli 2025.

Ausgewertet wurden Vergütungsvereinbarungen der Pflegekassen mit Heimen in allen Ländern. Zum Ersatzkassenverband gehören etwa die Techniker Krankenkasse, die Barmer und die DAK-Gesundheit.

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