Wolfshybride als Haustiere? Darum ist die Haltung keine gute Idee
Von Philipp Rahn
Wiesbaden - Im vergangenen Jahr sind den Behörden in Hessen zwei sogenannte Wolfshybride in privater Haltung bekannt geworden. Die zuständige Landestierschutzbeauftragte rät nun dringend vom Kauf solcher Tiere ab.
"Leider erwerben immer wieder sogenannte Tierliebhaber Mischlinge aus Hund und Wolf, in der fälschlichen Annahme, sie erhielten so einen Hausgenossen, der wie ein Wolf aussieht, sich aber wie ein domestizierter Hund benimmt", erklärte Madeleine Martin (parteilos) zum Hintergrund.
Dabei sei das Gegenteil der Fall, Wolfshybride ließen sich nicht wie Hunde halten und erziehen.
"Wolfs-Hund-Mischlinge sind scheuer, ängstlicher und territorialer als Hunde und reagieren auf Umweltreize stark", führte Martin weiter aus.
Ihr starker Jagd- und Beutetrieb könne zudem zur Gefahr für andere Tiere werden. Das Verhalten der Tiere schwanke oft, in der Regel gleiche es aber dem von Wölfen, "insbesondere, nachdem sie geschlechtsreif geworden sind".
Wolfshybride sind Mischlinge aus Hunden und Wölfen und gelten in Deutschland in den ersten vier Generationen entsprechend als Wildtiere. Sie unterlägen strengem Artenschutzrecht, es gebe Haltungsverbote und das Erfordernis von Genehmigungen, dazu seien die Zucht und Haltung dieser Generationen in Deutschland generell verboten.
Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
