Heute vor 25 Jahren, am 26. Januar 2001, wurde der indische Bundesstaat Gujarat von einem der verheerendsten Erdbeben seiner Geschichte heimgesucht. Die Katastrophe kostete mehr als 20.000 Menschen das Leben.
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26. Januar 2001: Verheerendes Erdbeben in Gujarat
Am 26. Januar 2001 gegen 5.46 Uhr Ortszeit hinterließ ein starkes Erdbeben eine Spur der Verwüstung im westindischen Bundesstaat Gujarat.
Die Stärke des Bebens wurde mit 7,7 auf der Richterskala gemessen. Die Erschütterungen dauerten 85 Sekunden an, gefolgt von mehreren Minuten leichterer Nachbeben. Das Epizentrum lag im Distrikt Kachchh, etwa 60 Kilometer von der Distrikthauptstadt Bhuj entfernt, in der damals etwa 130.000 Einwohner lebten.
Auch die Städte Ahmedabad, Anjar, Gandhidham und Mundra sowie zahlreiche Dörfer wurden stark in Mitleidenschaft gezogen.
Die Opferzahlen stiegen stündlich rapide an. Zeitweise war von bis zu 35.000 Toten und rund 50.000 Schwerverletzten die Rede. Die meisten Todesopfer und Verletzten forderten einstürzende Häuser und herumfliegende Trümmer.
Fast zwei Millionen Menschen verloren ihr Zuhause
Die Region Kachchh, die sich auf der indischen Platte befindet, ist für ihre geologischen Verwerfungen und ihre seismische Aktivität bekannt. Historische Aufzeichnungen berichten von ähnlichen Katastrophen in den Jahren 1668 und 1819, doch das Beben von 2001 übertraf diese in seiner Zerstörungskraft bei Weitem.
Das Erdbeben in Gujarat hat mindestens 20.000 Menschen das Leben gekostet. Rund 339.000 Gebäude wurden vollständig zerstört, während 783.000 weitere beschädigt wurden. Fast 1,8 Millionen Menschen verloren ihr Zuhause.
Diese Naturkatastrophe, die am indischen Tag der Republik stattfand, hinterließ eine Spur der Verwüstung und des Leids, deren Auswirkungen noch lange nach dem Erdbeben zu spüren waren.