Heute vor 259 Jahren: Der ungelöste Mythos der Bestie von Gévaudan

Heute vor 259 Jahren, am 19. Juni 1767, fiel ein Schuss, der bis in die Gegenwart Rätsel aufgibt: In Südfrankreich soll die berüchtigte "Bestie des Gévaudan" endlich erlegt worden sein - doch was wurde dort wirklich getroffen?

Spannende Ereignisse aus aller Welt sind unter "heute vor ... Jahren" zu finden.

War das die mysteriöse Bestie von Gévaudan, die Südfrankreich im 18. Jahrhundert terrorisierte?  © Bibliothèque nationale de France/Public Domain/Wikimedia Commons

Zwischen 1764 und 1767 kam es in den ländlichen Gebieten des Gévaudan (Südfrankreich) immer wieder zu Angriffen auf die Bevölkerung, bevorzugt auf Kinder und Frauen. Während manche der Opfer mit zum Teil schweren Verletzungen davonkamen, wurden mehr als 100 Menschen getötet, einige davon sogar enthauptet.

Zeitgenössische Berichte beschreiben ein ungewöhnlich großes, wolfsähnliches Raubtier mit auffälligem Körperbau. Schnell entstand der Begriff "Bestie des Gévaudan".

Nach etlichen erfolglosen Versuchen, das Tier zu stellen bzw. zu töten, gilt der 19. Juni 1767 in vielen Überlieferungen schließlich als Wendepunkt. Damals soll der einheimische Jäger Jean Chastel in einem Waldgebiet ein großes Tier erschossen haben. In dessen Magen habe sich ein Oberschenkelknochen eines Kindes befunden.

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Ob es sich dabei tatsächlich um das gesuchte Tier handelte, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Zumindest sollen seit diesem Tag die Angriffe stark abgenommen haben.

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Das Tier in den Berichten

Beschreibungen aus der Zeit sprechen von einem großen Raubtier mit auffälligem Erscheinungsbild, wie rötlichem Fell, einem Haarschopf an Hinterkopf und Nacken sowie einem langen, buschigen Schwanz. Es sollte weit springen können und auf den Hinterbeinen gestanden haben. Allerdings unterscheiden sich die Berichte teilweise stark.

Eine klare zoologische Einordnung der sogenannten Bestie zu einem einzelnen Tier oder einer spezifischen Tierart gibt es nicht - weder damals noch nach heutigen wissenschaftlichen Maßstäben.

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Die Bestie des Gévaudan - Mythos oder echtes Monster?

Die moderne Forschung geht davon aus, dass die überlieferten Ereignisse mehrere Faktoren umfassen könnten, darunter:

  • Angriffe durch einzelne oder mehrere Wildtiere
  • Fehlinterpretationen zeitgenössischer Beobachtungen
  • eine Kombination aus echten Angriffen und Übertreibungen

Sicher belegt ist bis heute keine der Theorien. Somit gehört die "Bestie des Gévaudan" zu den bekanntesten ungeklärten Tierangriffen der Geschichte.

Der Vorfall vom 19. Juni 1767 markiert zwar das Ende der zeitgenössischen Berichte über diverse Angriffe, doch die Frage, was wirklich dahintersteckte, ist immer noch offen und bleibt ein Rätsel.

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