Heute vor 20 Jahren: Diese Premiere hätte auch kreativer sein können
Heute vor 20 Jahren, am 21. März 2006, ging ein unscheinbarer, aber historischer Satz online. Diese kurze Mitteilung markiert den Start von Twitter (oder seit Juli 2023: X). "just setting up my twttr." schrieb Gründer Jack Dorsey an diesem Tag - relativ einfallslos für eine Plattform, die die weltweite Kommunikation revolutionieren würde.
Was sich außerdem jährt, erfährst Du unter: heute vor … Jahren.
Vom internen Tool zum globalen Netzwerk
Zusammen mit Noah Glass, Biz Stone und Evan Williams entwickelte Dorsey das Konzept zunächst unter dem Namen "twttr" - ursprünglich mit grünem Schriftzug. Anfangs war der Dienst nur intern für Mitarbeitende des Podcast-Unternehmens Odeo gedacht, bevor er am 15. Juli 2006 auch offiziell für die Öffentlichkeit freigeschaltet wurde.
Das Prinzip war einfach: kurze längenbegrenzte Textnachrichten mit 140 Zeichen - orientiert an SMS.
2010 eroberte die App Smartphones und das Wachstum war rasant: Allein 2010 kamen rund 100 Millionen neue Registrierungen dazu. 2015 zählte die Plattform über 304 Millionen Nutzer weltweit.
Auch das Logo entwickelte sich weiter: vom grünen "twttr"-Schriftzug vor dem offiziellen Start zum blauen, ausgeschriebenen Namen, 2010 ergänzt durch den ikonischen Vogel. Seit 2012 stand ausschließlich dieser Vogel als Symbol.
Hashtags, Retweets und die Macht nur weniger Zeichen
Ab September 2016 wurde das Zeichenlimit etwas gelockert, indem eingebettete Fotos, Videos und zitierte Tweets nicht zur Gesamtlänge zählten. 2017 wurde es von 140 auf 280 Zeichen verdoppelt. In kostenpflichtigen Versionen können heute bis zu 4000 Zeichen verwendet werden.
Was als Mikroblogging-Experiment begann, entwickelte sich schnell zu einem weltweiten Echtzeit-Nachrichtenkanal - befeuert durch Hashtags und Retweets.
Egal ob politische Debatten, Sportereignisse oder virale Trends - Twitter wurde zur digitalen Bühne von Journalisten, Prominenten, Unternehmen und Privatpersonen.
Elon Musk und das Rebranding von Twitter zu X
Im Oktober 2022 übernahm Elon Musk das Unternehmen, das zunächst zu X Corp. gehörte, bevor dieses von Musks KI-Konzern X.AI übernommen wurde. Diese Entwicklung war jedoch keinesfalls unumstritten.
Heute gilt das Netzwerk als kontrovers, da seit Musks Übernahme falsche, rechtsextreme, antisemitische und verschwörungstheoretische Inhalte auf der Plattform geteilt werden.
Titelfoto: dpa/ZB/Monika Skolimowska
