Heute vor 23 Jahren nahm die 113. Space-Shuttle-Mission ein tragisches Ende

Heute vor 23 Jahren, am 1. Februar 2003, kam es zum Columbia-Unglück: Nur Minuten vor Ende der Mission STS-107 zerbrach die Raumfähre bei der Landung und stürzte ab.

Welche historischen Ereignisse sich ebenfalls jähren, findest Du unter: heute vor ... Jahren.

Die Mission

Heute vor 23 Jahren kamen diese Astronauten bei einer Mission ums Leben.  © Wikimedia Commons/Public Domain/NASA

Am 16. Januar 2003 startete im Kennedy Space Center in Florida das US-amerikanischen Space Shuttle "Columbia" (OV-102) der NASA zur Mission STS-107.

An Bord: David Brown, Rick Husband, Laurel Clark, Kalpana Chawla, Michael Anderson, William McCool und Ilan Ramon - sieben Astronauten, die Daten sammeln und im Weltraumlabor "Spacehab" 79 wissenschaftliche Experimente durchführen sollten.

Für Projekte in der Physik, Grundlagenforschung, Materialwissenschaft, Biologie, Chemie und Medizin sowie für Erdbeobachtungen arbeitete die Crew in zwei Teams rund um die Uhr - in zwei Schichten, die alle zwölf Stunden wechselten.

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Auch Deutschland war mit Studien zum Herzschlag und Blutdruck bei Schwerelosigkeit und Forschungen zu Fischen sowie zur Oberflächenspannung beteiligt.

Drei Tage vor der geplanten Landung zog die Crew eine positive Bilanz: Die Experimente verliefen erfolgreich, denn es konnten viele Daten gesichert und Erwartungen teils sogar übertroffen werden.

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Das Unglück

Nach mehr als 15 Tagen und 22 Stunden Flugzeit dann das Unglück: Beim Eintritt in die Erdatmosphäre zerbrach die Columbia und stürzte ab.

Ursache war ein Teil der Schaumstoffisolierung, das sich bereits beim Start vom Außentank gelöst und dann die linke Tragfläche beschädigt hatte. Durch ein Loch im Flügel drang beim Eintritt in die Atmosphäre fast 1800 Grad Celsius heißes Plasma ein, sodass der Flügel von innen zu schmelzen begann, woraufhin die Raumfähre zerbrach und abstürzte.

Alle sieben Crewmitglieder kamen dabei ums Leben.

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Besonders bewegend: Besatzungsmitglied Laurel Clark filmte zunächst noch nichtsahnend die letzten Minuten mit einer Kamera, die fast unbeschädigt gefunden wurde.

Im Video kommentiert die Crew unter anderem die einsetzende Schwerkraft und scherzt über die Hitze außen an den Fenstern.

Trotz des tragischen Ausgangs der Mission konnten viele wertvolle Daten gesichert werden - einige durch eine Übertragung während des Flugs, andere aus den Trümmern (darunter überlebende Fadenwürmer und wiederhergestellte Daten einer zerstörten Festplatte).

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