Heute vor 55 Jahren brachte Apollo 14 diese kuriose Fracht auf den Mond
Am 31. Januar 1971 schickte die NASA die Apollo 14 auf den Mond. Mit drei Astronauten reisten über 500 Samen verschiedenster Baumarten mit.
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Dieser Meilenstein der Raumfahrt-Geschichte zeigte, dass nach der Beinahe-Katastrophe der Apollo 13 die bemannte Raumfahrt noch längst nicht der Vergangenheit angehörte.
Kommandant wurde der erfahrene Alan Shepard, der bereits 1961 als erster Amerikaner im Weltraum war. Er schlug die berühmt-berüchtigten Golfbälle auf dem Mond.
Mit ihm starteten Edgar Mitchell und Stuart Roosa zur weltweit dritten bemannten Mondmission. Der Start erfolgte vom Kennedy Space Center Cape Caneveral in Florida. Die Landung auf dem Mond gelang am 5. Februar 1971.
Doch beinahe wäre alles schiefgelaufen. Das Andocken an die Mondlandefähre gelang nach einigen Misserfolgen erst beim letzten Versuch.
Um näheren Aufschluss über die frühe Geschichte des Mondes zu erlangen, sammelten die Astronauten verschiedene Gesteine. Am Ende der Mission brachten sie 40 Kilogramm Mondgestein mit zur Erde.
YouTube-Video zur Apollo 14
Moon Trees im Namen der Wissenschaft
Die Baumsamen umkreisten im Kommando-Modul ganze 34 Mal den Mond. Danach wurden die aus ihnen gewonnenen Bäumchen in den USA gepflanzt. Wissenschaftler konnten jedoch im Folgenden keinen Unterschied zu Bäumen erkennen, die aus Samen gezogen wurden, die die Erde niemals verlassen hatten.
Am 9. Februar 1971 erreichte die Landekapsel der Apollo 14 planmäßig unweit von New Orleans den Pazifik.
Die immensen Kosten dieser Mondmission sorgten für Kritik. Wäre diese Mission nicht geglückt, hätte es wohl auch keine zukünftigen Ausflüge zum Mond mehr gegeben. Doch so konnten mit der Apollo 15, Apollo 16 und Apollo 17 bis 1972 noch drei weitere bemannte Mondmissionen in die Geschichte eingehen.
Zahlreiche Experimente lieferten genauere Erkenntnisse über den inneren Aufbau des Mondes.
Titelfoto: 123rf/vadosloginov
