Heute vor sechs Jahren: Grundstein einer neuen Zeitrechnung
Heute vor sechs Jahren, am 11. März 2020, trat WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus vor die Presse und veränderte das Leben weltweit nachhaltig: Covid-19 galt nun offiziell als Pandemie. Noch heute sprechen viele Menschen von Ereignissen vor und nach der Pandemie.
Was sich außerdem jährt, erfährst Du unter: heute vor … Jahren.
Was bis dahin nur entfernte Länder betraf, wurde schlagartig auch in Deutschland zur Realität: Das Coronavirus SARS-CoV-2 hatte Deutschland und die Welt im Griff.
Grenzen wurden geschlossen, Flugzeuge am Boden gelassen und Homeoffice das neue Normal. Auf soziale Kontakte sollte nun verzichtet und Veranstaltungen abgesagt werden.
In Krankenhäusern verschob man planbare Eingriffe, um Platz für Coronapatienten zu machen.
Angst und Verunsicherung machten sich breit und äußerten sich unter anderem in Hamsterkäufen und leeren Supermarktregalen.
Was ist eine Pandemie?
Bei einer Pandemie handelt es sich um eine weltweite und nicht örtlich beschränkte, starke Ausbreitung von Infektionskrankheiten durch hohe Fallzahlen und häufig schwere Krankheitsverläufen.
Bis zum 11. März 2020 galt das Coronavirus lediglich als eine Epidemie, die noch regional begrenzt war.
Den Begriff Pandemie wollte man nicht voreilig verwenden.
Zeitlicher Verlauf
- 31. Dezember 2019: in Wuhan (China) bricht Lungenentzündung mit unbekannter Ursache aus
- 30. Januar 2020: Ausruf zu internationalem Notstand wegen schneller Ausbreitung und steigender Zahlen
- 11. Februar: WHO benennt die Infektionskrankheit Covid-19
- 26. Februar: WHO warnt, dass unachtsames Ausrufen einer Pandemie unnötig zu Ängsten und Stigmatisierungen führen kann
- 2. März: WHO betont der letzten Aussage, 90 Prozent der Fälle noch aus China und Großteil der restlichen nur auf vier Länder begrenzt
- 9. März: mehr als 100 Länder mit über 100.000 Infektionsfällen
- 11. März: offiziell erste Pandemie seit H1N1 (2009/10)
Folgen einer Pandemie
Covid-19 gilt als gravierendste Pandemie des 21. Jahrhunderts. Bis Mai 2023 wurde die Anzahl der Todesfälle von der WHO auf 20 Millionen geschätzt. Sechs Jahre später wirkt vieles wieder weit weg - weiter weg, als manch einer es damals erwartet hätte.
Dennoch hat die Pandemie die Welt nachhaltig verändert: vom Digitalisierungsschub und Remote Work über Hygienestandards bis hin zu Krisenplänen. Sie hatte aber auch langfristige gesundheitliche und wirtschaftliche Folgen.
Titelfoto: Unsplash/Martin Sanchez
