Heute vor 89 Jahren: Was beim Hindenburg Absturz wirklich geschah
Heute vor 89 Jahren, am 6. Mai 1937, endete eine weitgehend reibungslose Linienfahrt in einer Katastrophe. Die LZ 129 Hindenburg, damals das größte Passagierluftschiff der Welt, ging während der Landung in Lakehurst plötzlich in Flammen auf. Innerhalb von Sekunden wurde das Luftschiff zerstört. Der Brand forderte 36 Todesopfer.
Tragische Ereignisse aus vergangenen Zeiten sind unter "heute vor ... Jahren" dokumentiert.
Die LZ 129 Hindenburg war ein starres Luftschiff des deutschen Zeppelinbaus und eines der größten Fluggeräte der Geschichte. Es wurde von der Luftschiffbau Zeppelin GmbH in Friedrichshafen entwickelt und im März 1936 in Betrieb genommen.
Das Luftschiff war rund 245 Meter lang und diente vor allem für transatlantische Passagierflüge zwischen Deutschland und Nord- bzw. Südamerika, insbesondere für wohlhabende Reisende. Als Traggas nutzte es Wasserstoff, da das nicht brennbare Helium für Deutschland damals kaum verfügbar war.
Die Innenräume des Luftschiffs waren auf hohen Komfort ausgelegt. Den Passagieren standen großzügige Kabinen, ein Speisesaal, eine Bar sowie eine Raucherlounge zur Verfügung. Durch große Fenster konnten sie während der Reise weit über die Landschaft blicken und die vergleichsweise ruhige Fahrt genießen.
Die LZ 129 Hindenburg erlangte schnell internationale Aufmerksamkeit und wurde zu einem Symbol für Eleganz und Prestige.
Der Hindenburg Absturz
Am Abend des 6. Mai 1937 näherte sich das Luftschiff seinem Zielflughafen in Lakehurst (New Jersey, USA). Während des Landemanövers kam es plötzlich im hinteren Teil des Luftschiffs zu einem Feuer. Innerhalb weniger Sekunden breiteten sich die Flammen über die gesamte Außenhülle aus. Die Konstruktion brach zusammen, und das Luftschiff stürzte brennend zu Boden.
Zeitzeugenberichte und Filmaufnahmen zeigen, dass die LZ 129 Hindenburg innerhalb von etwa einer halben Minute vollständig zerstört wurde. Viele Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten sich dennoch retten, da das Luftschiff beim Ausbruch des Feuers bereits relativ niedrig über dem Boden schwebte.
Von den 36 Passagieren und 61 Besatzungsmitgliedern an Bord kamen 35 Menschen ums Leben, zusätzlich starb ein Mitglied der Bodenmannschaft.
Mögliche Ursachen des Absturzes
Die genaue Ursache der Katastrophe ist bis heute nicht endgültig geklärt. Historiker und Ingenieure diskutieren mehrere Hypothesen.
Eine häufig genannte Erklärung ist, dass austretender Wasserstoff durch eine elektrische Entladung entzündet wurde. Auch statische Elektrizität oder beschädigte Gaszellen wurden als mögliche Auslöser untersucht.
Sehr wahrscheinlich entstand das Feuer durch eine Kombination daraus in Verbindung mit der leicht entzündlichen Außenhülle des Luftschiffs.
Originalaufnahmen des Hindenburg-Unglücks
Der Absturz der LZ 129 Hindenburg beendete praktisch die Ära der großen Passagier-Zeppeline. In den folgenden Jahren setzte sich zunehmend das Flugzeug als wichtigstes Transportmittel im internationalen Luftverkehr durch.
Titelfoto: dpa +++ dpa-Bildfunk +++
