Beilattacke auf Ehefrau und Tochter: Gericht schickt 44-Jährigen in Psychiatrie

Von Martin Höke

Düsseldorf - Im Prozess um die tödliche Beilattacke auf seine Ehefrau und die zwei Monate alte Tochter hat das Landgericht Düsseldorf die dauerhafte Unterbringung des angeklagten Ehemanns und Vaters in der forensischen Psychiatrie angeordnet.

Polizisten sicherten nach der Tat die Wohnung in Düsseldorf, in der eine Frau und ihr Baby tot aufgefunden wurden. (Archivbild)  © Patrick Schüller/dpa

Damit folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

Verteidiger Lars Horst erklärte auf Nachfrage, er wolle das weitere Vorgehen noch mit seinem Mandanten besprechen. Er hatte auf die Erfolge der Therapie hingewiesen und die Aussetzung der Unterbringung zur Bewährung beantragt.

Laut Anklage hatte der Beschuldigte Ende November seine im Bett liegende 31-jährige Frau und die danebenliegende Tochter im Wahn erschlagen und anschließend versucht, sich selbst zu töten.

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In der Wohnung des Mehrfamilienhauses hatten Rettungskräfte die Leichen der Wissenschaftlerin und des Babys entdeckt. 

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Richter sicher: 44-Jähriger bleibt Gefahr für andere

Das Landgericht Düsseldorf hat im Fall um die tödliche Beilattacke die dauerhafte Unterbringung des 44-jährigen Familienvaters in der Psychiatrie angeordnet.  © Oliver Berg/dpa

Die Strafkammer unter Vorsitz von Richter Rainer Drees ist überzeugt, dass der 44-jährige Biochemiker wegen "einer psychotischen Erkrankung, unter der er schon lange leidet, auch weiterhin eine Gefahr für andere darstellt". Zum Tatzeitpunkt sei der Familienvater schuldunfähig gewesen und "ist daher nicht bestrafbar", sagte Drees. 

Der Mann und seine Frau hatten sich in China kennengelernt. Ein Jahr vor der Tat hatte der Slowake die Chinesin geheiratet. Vier Monate vorher hatte das Paar eine neue Wohnung in Düsseldorf bezogen. Die 31-Jährige war zu diesem Zeitpunkt hochschwanger. Im September 2025 wurde ihre Tochter geboren. 

Dann habe er die verordneten Medikamente abgesetzt, um seiner Frau mit dem Baby nachts helfen zu können, sagte der Beschuldigte. "Die Beruhigungsmittel haben mich immer so müde gemacht." 

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Seine Ehefrau habe von seiner Krankheit gewusst und ihn gedrängt, die Medikamente weiter zu nehmen. "Mein Mandant leidet massiv unter dem Verlust der beiden", sagte Verteidiger Horst am Rande der Verhandlung.

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