Zwei psychisch kranke Straftäter auf der Flucht: Polizei warnt die Öffentlichkeit

Kassel - Die Polizei in Nordhessen fahndet nach zwei Männern, die aus eine Klinik für forensische Psychiatrie in Bad Emstal-Merxhausen südwestlich von Kassel geflohen sind.

Die Polizei in Nordhessen rät davon ab, Anhalter mitzunehmen oder verdächtige Personen anzusprechen. (Symbolbild)
Die Polizei in Nordhessen rät davon ab, Anhalter mitzunehmen oder verdächtige Personen anzusprechen. (Symbolbild)  © Montage: Friso_Gentsch/dpa, Boris Roessler/dpa

Die beiden psychisch kranken Straftäter sind 24 und 27 Jahr alt. Sie entkamen am Dienstagmorgen gegen 6.30 Uhr aus der Klinik, wie die Polizei in Nordhessen mitteilte.

Wie sie entkommen konnten, ist demnach noch nicht abschließend geklärt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen gehe von den beiden Männern keine akute Gefahr für andere aus, erläuterte ein Sprecher. Dennoch rate die Polizei vorsorglich davon ab, verdächtige Personen anzusprechen.

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Auch sollen Autofahrer im westlichen Landkreis Kassel und im nördlichen Schwalm-Eder-Kreis aktuell keine Anhalter mitnehmen.

Der erste der beiden gesuchten Männer wird wie folgt beschrieben:
  • circa 180 Zentimeter groß
  • kurze dunkle Haare
  • grauer Pullover
  • graue Jogginghose.

Vermutlich hat sich der Mann bei seiner Flucht an einer Hand verletzt.

Zu dem zweiten Flüchtigen liegt diese Beschreibung vor:
  • etwa 170 bis 180 Zentimeter groß
  • von schlanker, sportlicher Statur
  • heller Kapuzenpullover
  • helle lange Sporthose.

Groß angelegte Fahndung mit Polizeihubschrauber in Nordhessen

Ein groß angelegt Fahndung nach den beiden Männer wurde eingeleitet. Auch ein Polizeihubschrauber ist im Einsatz.

Wer verdächtige Personen beobachtet, soll sich unter der Telefonnummer 0561910 melden. Auch der Notruf 110 kann in dringend Fällen gewählt werden.

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Bei Borken im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis schoss eine Streife auf ein verdächtiges Auto, um es zu stoppen. Der Fahrer des Wagens und sein Beifahrer wurden vorläufig festgenommen.

"Bei ihnen handelte es sich allerdings nicht um die gesuchten Männer. Derzeit wird geprüft, ob sie mit der Flucht der beiden Patienten im Zusammenhang stehen könnten", sagte eine Sprecherin der Polizei.

Die beiden Festgenommenen seien zuvor vor den Beamten geflüchtet.

Titelfoto: Montage: Friso_Gentsch/dpa, Boris Roessler/dpa

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