85 Kilo Drogen sichergestellt: Schlag gegen Dealerbande

Bamberg/München - Nach der Sicherstellung von kiloweise Drogen und Tabletten wurden fünf mutmaßliche Mitglieder einer Dealerbande angeklagt.

Verschiedene Tabletten und Betäubungsmittel wurden von einer Gruppe aus Bayern weltweit verschickt.  © Friso Gentsch/dpa

Den drei Männern und zwei Frauen wird vorgeworfen, Betäubungsmittel, Cannabis, neue psychoaktive Stoffe und Arzneimittel verpackt und weltweit versendet zu haben.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg mit dem Bayerischen Landeskriminalamt am Montag mitteilte, sollten die Substanzen zuvor auf verschiedenen Marktplätzen im Darknet sowie über Messengerdienste zum Kauf von weiteren Tätern angeboten und mit Kryptowährungen bezahlt worden sein.

Bei der Durchsuchung einer Wohnung im Landkreis Eichstätt im Februar 2025 wurden 85 Kilogramm Drogen gefunden - darunter Amphetamin, Ketamin, MDMA, Kokain, Cannabis, sowie Lorazepam, Pregabalin und Tramadol.

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Forensische Auswertung von Speichermedien ergaben, dass bereits kiloweise Drogen und Tabletten, darunter Ecstasy, Methamphetamin, Speed und Viagra, verpackt und verschickt worden waren.

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Gruppe in Bayern verpackt und verschickt Drogen an die ganze Welt

Die Polizei nahm fünf Tatverdächtige fest, seitdem sitzen sie in Untersuchungshaft. (Symbolfoto)  © Marcus Brandt/dpa

Die Angeklagten sollen so jeweils fünf- bzw. sechsstellige Vermögenswerte erwirtschaftet haben. Vier von ihnen wurden bereits am 7. Februar 2025 in den Landkreisen Neuburg a.d. Donau und Eichstätt festgenommen. Eine weitere Beschuldigte wurde dann im Juli 2025 festgenommen. Alle sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

"Das Gesetz sieht für den bandenmäßigen Handel mit Betäubungsmitteln eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren bis zu 15 Jahren vor", erklärte das Landeskriminalamt. Über das Hauptverfahren entscheidet nun das Landgericht Bamberg.

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