Von Ute Wessels
Landshut - Mit mehreren Messerstichen soll ein Mann seine Noch-Ehefrau vor gut einem halben Jahr auf offener Straße getötet haben. Die drei Kinder des Paares sollen ihrer fliehenden Mutter noch hinterhergelaufen sein, ehe sie zu Nachbarn flüchteten, so die Staatsanwaltschaft.
Die Anklagebehörde wirft dem zum Tatzeitpunkt 44 Jahre alten Deutschen Mord vor. Am Donnerstag (9 Uhr) beginnt gegen ihn der Prozess vor dem Landgericht Landshut.
Die 39-Jährige starb noch am Tatort in Wallersdorf (Landkreis Dingolfing-Landau). Eines der Kinder hatte den Ermittlungen nach ein Küchenmesser genommen, um die Mutter gegen den Vater zu verteidigen.
Der Mann soll dem Sohn einen Faustschlag verpasst, ihm das Messer abgenommen und damit die Frau verfolgt und niedergestochen haben.
Wenig später ließ sich der Mann widerstandslos festnehmen.
Mann soll jahrelang gewalttätig gegenüber seiner Ehefrau gewesen sein
Den Erkenntnissen nach soll der Mann seiner Frau gegenüber seit einigen Jahren gewalttätig gewesen sein. Wenige Monate vor der Tat im Dezember 2025 soll die Frau ihrem Mann die endgültige Trennung und eine neue Beziehung mitgeteilt haben.
Die Staatsanwaltschaft sieht das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe als verwirklicht an. Für das Gerichtsverfahren sind drei Verhandlungstage angesetzt worden.