Berlin - Weil er seine Kollegin mehrfach unsittlich berührt haben soll, muss sich ein Berliner Polizist vor Gericht verantworten.
Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat am Amtsgericht Tiergarten Anklage wegen sexueller Belästigung und Beleidigung gegen den Beamten erhoben, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.
Demnach soll sich der Vorfall am 20. August 2025 während eines Betriebsausflugs zugetragen haben.
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, bei einer Floßfahrt in Spandau "einer Kollegin an die bekleideten Brüste und deren bekleideten Po gefasst und zugedrückt zu haben".
Zuvor habe der Mann Alkohol getrunken. Ihm soll auch bekannt gewesen sein, dass seine Kollegin seine Annäherungsversuche als unangenehm empfand und sie ablehnte.
Der Beamte soll schließlich von einem anderen Kollegen zurechtgewiesen und aufgefordert worden sein, sich hinzusetzen. In der Folge habe der Angeklagte das Opfer übel und sexistisch beleidigt.
Ob bereits dienstrechtliche Maßnahmen gegen den Polizisten erfolgt sind oder noch eingeleitet werden, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit.