Rentner an Bushaltestelle in Lichtenberg erstochen: 23-Jähriger soll in Psychiatrie

Berlin – Nach einer tödlichen Messerattacke in Lichtenberg Ende Dezember hat die Staatsanwaltschaft Berlin ein Sicherungsverfahren gegen einen 23-jährigen Mann beantragt.

Die Bluttat ereignete sich im Ortsteil Hohenschönhausen. (Archivbild)
Die Bluttat ereignete sich im Ortsteil Hohenschönhausen. (Archivbild)  © Paul Zinken/dpa

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Beschuldigte nicht schuldfähig ist und dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden soll.

Dem Mann wird Mord vorgeworfen. Laut Anklage soll er am 28. Dezember 2025 gegen 22.55 Uhr mit drei Messern bewaffnet seine Wohnung verlassen haben. In der Nähe der Bushaltestelle Ernst-Barlach-Straße traf er zufällig auf einen ihm flüchtig bekannten 69-jährigen Mann.

Hier soll der 23-Jährige mit zwei Messern auf den Senioren eingestochen und ihm insgesamt sieben Stich- und Schnittwunden zugefügt haben. Danach flüchtete er vom Tatort.

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Passanten fanden den Schwerverletzten wenig später und alarmierten den Rettungsdienst. Trotz Reanimationsversuchen erlag das Opfer wegen des hohen Blutverlusts seinen Verletzungen.

Tatverdächtiger meldete sich selbst bei Polizei

Wenig später erschien der Tatverdächtige selbst bei der Polizei und soll dort gesagt haben, er habe einen Menschen erstochen. Die Beamten beschlagnahmten die drei Messer, die er noch bei sich trug.

Die Staatsanwaltschaft geht von einem Mordmotiv aus Mordlust aus – der Beschuldigte soll die Tötung eines Menschen aus reiner Lust am Töten begangen haben. Er befindet sich seit dem 29. Dezember 2025 im Krankenhaus des Maßregelvollzugs.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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