Chemnitz - Wie dreist ist das? Ein Chemnitzer (35) soll über Social Media einen Mann angeschrieben und sich als Frau ausgegeben haben. Über eine Masche strich er fast 5000 Euro von seinem Opfer ein. Die für Dienstag geplante Verhandlung wegen Betrugs konnte jedoch nicht stattfinden.
Der Nigerianer soll den Geschädigten auf Facebook kontaktiert haben - und ließ sich dann laut Gericht eine unglaubliche Geschichte einfallen, die an Spam-Mails erinnert. Dabei soll er dem Ahnungslosen vorgegaukelt haben, die "Frau" sei im Jemen tätig und erwarte ein Päckchen, das ihr zugestellt werden solle.
Dies sei jedoch aufgrund der Kriegslage nicht möglich. Der Geschädigte wurde gefragt, ob man das Paket zu ihm schicken könnte.
Daneben soll der Angeklagte den Mann per E-Mail angeschrieben und sich als Mitarbeiter einer Spedition ausgegeben haben. Vermutlich hatte der mutmaßliche Betrüger seinem Opfer eine große Menge Geld in Aussicht gestellt.
Jedenfalls sagte er dem Opfer, dass das Paket zu ihm nach Hause geschickt werden soll - was allerdings 5000 Euro kosten würde.
Der Mann überwies schließlich 4856 Euro auf das Konto des Angeklagten. Die genaueren Umstände des Schwindels konnten am Dienstag am Amtsgericht nicht untersucht werden: Der Termin wurde aufgehoben, weil der Richter krank war.