Chemnitz - Lars K. (55) war Geschäftsführer einer Chemnitzer Firma, die Pflegeheime betrieb und verwaltete - unter anderem ein Pflegeheim in Riesa. Ein Jahr nach der Gründung der Gesellschaft war die Firma nicht mehr zahlungsfähig - dies verschwieg der Unternehmer jedoch so lange, dass er sich am Mittwoch vor dem Amtsgericht verantworten musste.
Für die Justiz ist Lars K. kein Unbekannter. So wurde er bereits 2013 wegen vorsätzlichen Bankrotts verurteilt.
Am Mittwoch musste er wieder vorstellig werden. Weil sein Unternehmen seit Mitte 2022 insolvent war, häuften sich für das Pflegeheim in Riesa innerhalb von drei Jahren Mietschulden in Höhe von 617.000 Euro an.
Zudem wurden seit September 2022 die Sozialversicherungsbeiträge - Arbeitnehmeranteile inklusive - zu spät an die Versicherung gezahlt.
"Es tut mir leid, wie das gelaufen ist. Ich hätte mich eher rechtlich beraten lassen müssen", sagte Lars K. gegenüber dem Gericht.
Schließlich wurde der gelernte Werkzeugmacher ohne Einkommen nach einem Rechtsgespräch wegen Insolvenzverschleppung zu einer Geldstrafe von 5600 Euro verurteilt.