Nach Banküberfall in Chemnitzer City: Mutmaßlicher Täter ab heute vor Gericht
Chemnitz - Es waren Szenen aus einem Krimi: Ein Mann überfiel im Januar eine Bank in der Chemnitzer Innenstadt. Er raubte Geld, flüchtete dann. Erst einen Monat später machte die Polizei ihn ausfindig und verhaftete den mutmaßlichen Bankräuber. Nun steht der Tscheche vor Gericht.
Die Staatsanwaltschaft wirft Martin P. (46) zweifache Körperverletzung und räuberische Erpressung vor.
Er habe am 26. Januar, kurz vor Ladenschluss, die Volksbank in der Inneren Klosterstraße betreten. Dabei habe er sein Gesicht mit einem schwarzen Tuch vermummt. Er ging zum Bankschalter. Dort habe er dann eine Waffe oder eine echt wirkende Attrappe auf die zwei Frauen am Schalter gerichtet und Geld gefordert.
Eine Mitarbeiterin (39) übergab 22.225 Euro in bar. P. flüchtete. Die Mitarbeiterinnen blieben laut Polizei unverletzt, wurden jedoch traumatisiert.
Im Februar wurde der gebürtige Tscheche in seinem Heimatland festgenommen. Das Geld hatte er bei sich, teils schon in Kronen umgetauscht.
Seitdem sitzt Martin P. in Haft. Er ist bisher nicht geständig. Ob er sich zur Tat einlässt, wird sich am Montag beim Prozessauftakt zeigen. Insgesamt stehen vier Verhandlungstage an.
Titelfoto: Harry Härtel
