Dieser Friseur hat eine haarsträubende Strafakte

Dresden - Er bleibt Dauerbrenner der Justiz: Ammar S. (29) beschäftigt immer wieder Sachsens Gerichte. Jüngst sollte gegen den Friseur aus Tunesien in Dresden verhandelt werden. Weil jedoch am Landgericht weitere Akten eingingen, verschiebt sich der Prozessstart auf Ende Juni.

Ammar S. (29) schloss sich nach seiner ersten Haftstrafe einer kriminellen Bande an.  © Simone Lauritz

Der Reihe nach: Einst hatte Ammar in Dresden-Zschertnitz randaliert, warf Möbel aus dem Fenster, bedrohte das alarmierte SEK mit Macheten. Dafür saß er drei Jahre in Haft. Wieder in Freiheit schloss er sich laut Justiz der Bande an, die 2025 Schloss Taubenheim überfiel.

An dem spektakulären Coup war er zwar nicht beteiligt. Aber als der Trupp kurz danach ein Geschäftshaus in Wachau plündern wollte, setzte die Polizei die Täter fest - auch Ammar. Allerdings sprach ihn das zuständige Landgericht in Bautzen im August 2025 frei. Denn immerhin hatte die Polizei eingegriffen, war (zum Glück) nichts passiert.

Sieben Tage nach dem Freispruch griff die Polizei ihn wieder auf: Weil er versuchte, in der Dresdner Neustadt rabiat an ein Fahrrad zu kommen. Wenig später bepöbelte er Polizisten, randalierte erneut. Für die Angriffe auf die Beamten gab es vor Kurzem am Amtsgericht zehn Monate Haft. Dagegen legte Ammar Berufung ein, forderte einen neuen Prozess. Jetzt sollte verhandelt werden.

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Doch es kam anders. Grund: Inzwischen liegt auch der Fall "Versuchter Rad-Raub" beim Berufungsrichter. Dafür kassierte Ammar in erster Instanz sechs Monate Haft. Doch er fordert Freispruch, der Staatsanwalt will zwei Jahre Haft!

Beide Verfahren sollen nun Ende Juni gemeinsam verhandelt werden.

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Freispruch wurde aufgehoben

Übrigens: Den Freispruch vom Landgericht Bautzen hat der Bundesgerichtshof inzwischen aufgehoben.

Auch der Fall wird irgendwann neu verhandelt.

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