Dresden - Er betrieb einen regelrechten Gemischtwarenladen für Rauschgift in seiner Wohnung an der feinen Dresdner Königstraße.
Neben Marihuana, Crystal, Kokain und MDMA fanden sich bei der Razzia im Dezember 2025 auch berauschende Kekse bei Tobias L. (46). Nun wurde der Kaufmann vom Landgericht Dresden zu fünf Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt.
Der Großdealer ging den Fahndern eher zufällig ins Netz. Damals wurde eine Kleindealerin festgenommen. Um eine U-Haft zu umgehen, nannte sie der Kripo ihre Quelle: die Wohnung von Tobias.
Eine kurze Observation der Wohnung im Barockviertel ergab, dass sich dort Kunden schier im Minutentakt die Klinke in die Hand gaben. Sofort kam es zur Razzia.
Das Protokoll wurde lang: zwölf Kilo Marihuana in der Wohnstube, haufenweise Cannabis in Einkaufstaschen, Haschkekse und berauschende Gummibärchen in der Küche.
Außerdem Schlagstock, Jagdmesser, Schlagring, Pfefferspray. Deshalb wurde Tobias wegen bewaffneten Handeltreibens angeklagt.
Dresdner Drogenhändler zu knapp sechs Jahren Haft verurteilt
Im Prozess gestand der bislang nicht vorbestrafte gebürtige Hamburger. Was krankheitsbedingt als Eigenbedarf begann, uferte aus, um finanzielle Probleme zu überbrücken.
Nun wurde er zu einer langen Haftstrafe verurteilt.