Immer noch keine Ruhe im Fall Emma (†21): Vater erhebt schwere Vorwürfe gegen Justiz
Dresden - Knapp ein Jahr ist es her, dass für Patrick Drebenstedt die Welt aus den Fugen geriet. Seine Tochter Emma (†21) wurde im Mai 2025 nach einer Techno-Party in der Laußnitzer Heide gewaltsam aus dem Leben gerissen. Noch heute befindet er sich im Clinch mit der Justiz.
Auf seinem Instagram-Profil schreibt Drebenstedt unter einem Bild seiner geliebten Tochter: "Viele denken vielleicht: Urteil gesprochen, jetzt kehrt irgendwann Ruhe ein. Pustekuchen." Anschließend schildert er den Konflikt, in den er am vergangenen Montag geraten ist.
Demnach habe ihm ein leitender Beamter gesagt, dass sich einige Körperteile von Emma, darunter ihre Schädeldecke und Rippen, noch immer in der Obhut der Gerichtsmedizin befinden. "Weil sie für den Prozess gebraucht wurden", so der trauernde Vater.
Für Drebenstedt ist es nicht allein die Tatsache, dass seine Tochter noch immer nicht vollständig ruhen kann, die ihn so wütend macht, sondern vielmehr die fehlende Kommunikation der Gerichtsmedizin.
"Das ist nicht 'unglücklich gelaufen'. Das ist respektlos, kalt und entmenschlichend. Wir sind nicht irgendeine Aktennummer. Das ist unsere Tochter", schreibt er fassungslos.
Albtraum macht Familie von getöteter Emma fassungslos
Für die trauernde Familie war bereits das Urteil ein "Tritt ins Gesicht". Jetzt kommen weitere Herausforderungen, ehe sie mit dem Tod ihrer Emma endgültig abschließen können.
Im letzten Absatz der Bildunterschrift schreibt Drebenstedt erschüttert: "Wir sollen jetzt ernsthaft das Grab öffnen und Emma noch einmal bestatten, weil andere es nicht hinbekommen haben, ihren Job sauber zu machen oder wenigstens ehrlich zu kommunizieren."
TAG24 hat sowohl die Staatsanwaltschaft Dresden als auch das Sächsische Justizministerium um Stellungnahme zu den Vorwürfen gebeten. Die Antworten stehen aus.
Titelfoto: Fotomontage: Ove Landgraf, Screenshot: instagram.com/patrick_dre_
