Mutter des eigenen Sohnes getötet: So lange wandert der Messerkiller hinter Gitter

Dresden - Dreizehn Jahre Haft wegen Totschlages. So entschied das Landgericht am Mittwochabend über Igor P. (31). Der Ukrainer hatte seine Ex-Freundin Anna (†31) im Streit ums Umgangsrecht niedergestochen.

Igor P. (31) wurde am heutigen Mittwoch wegen Totschlages verurteilt.
Igor P. (31) wurde am heutigen Mittwoch wegen Totschlages verurteilt.  © xcitepress

Das Paar war seit Längerem getrennt. Laut Kammer hatte sich Anna getrennt, weil Igor sie schon während der Schwangerschaft schlug, versuchte zu kontrollieren und zu manipulieren.

"Anna wollte unter keinen Umständen eine Beziehung mehr zu dem Angeklagten", so der Richter. "Aber sie wollte immer, dass das Kind Kontakt zum Vater hat."

Daher durfte Igor zwar seinen Sohn sehen, hielt sich aber nicht an Regeln. Im Gegenteil: Igor, der laut Richter sehr um seine Außenwirkung bedacht war, kam ungefragt zu Anna, wurde immer wieder übergriffig.

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Vor dem Kind genau so, wie vor anderen Zeugen. Aus Angst, alles das alles noch schlimmer wird, zeigte Anna ihn anfangs nicht an.

Im Sommer dann setzte es aber erstmals eine Geldstrafe gegen Igor wegen diverser Schläge gegen Anna.

Täter stach im September 2022 in der St. Petersburger Straße zu

Am Tatabend, im September 2022, brachte Igor den gemeinsamen Sohn zurück zu Anna in ihre Wohnung an der St. Petersburger Straße. Seiner Einlassung nach brachten die Eltern ihr Kind ins Bett.

Danach gab es wieder Streit. Dabei zog Igor ein Messer, stach sechs Mal auf Anna ein.

Anschließend zog der Täter das Kind wieder an, verließ mit ihm die Wohnung. Die Polizei fand Fußabdrücke des Jungen in der Blutlache der Toten.

Die Anklage war noch von Mord ausgegangen. Demnach hatte Igor ein Messer mitgebracht und war sofort, als Anna die Türe öffnete, auf sie losgegangen. Die Kammer ging aber davon aus, dass die Tat so nicht geplant war. Demnach kam es zwar zum Streit und auch zu Schlägen von Igor.

Vermutlich hat Anna den Angreifer dann der Wohnung verweisen wollen. Dabei habe er dann zugestochen.

Titelfoto: xcitepress

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