Sie verblutete in zwei Minuten: Wurde Ärztin von ihrem Ex-Partner brutal hingerichtet?

Fulda - Vor dem Landgericht Fulda muss sich von diesem Donnerstag (ab 9.30 Uhr) an ein 31 Jahre alter Mann wegen mutmaßlichen Mordes aus Heimtücke verantworten.

Die Polizei nahm den Verdächtigen wenige Stunden nach dem Mord fest, die Tatwaffe fand man nie. (Symbolfoto)
Die Polizei nahm den Verdächtigen wenige Stunden nach dem Mord fest, die Tatwaffe fand man nie. (Symbolfoto)  © 123RF/Oliver Peters

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine ehemalige Partnerin erstochen zu haben, als die Ärztin am 7. Dezember 2020 von ihrer Nachtschicht nach Hause kam.

Der rumänische Angeklagte soll ihr vom Krankenhaus gefolgt sein und sie im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses angegriffen haben, nachdem sie aus ihrem Auto ausgestiegen war.

Die ebenfalls rumänische 35-Jährige wurde laut Staatsanwaltschaft durch einen einzigen Stich oder Schnitt in den Hals mit einem scharfkantigen Gegenstand getötet, wahrscheinlich mit einem Messer.

Eine Tatwaffe ist nicht gefunden worden. Die Obduktion hatte ergeben, dass die Ärztin binnen zwei Minuten verblutet und erstickt war.

Nur wenige Stunden später hatte die Polizei ihren Ex-Partner in Fulda festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Die Getötete hinterließ einen zur Tatzeit zweijährigen Sohn. Der Angeklagte ist nicht dessen Vater. Für den Prozess hat das Gericht 16 Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil ist Mitte Juli zu rechnen.

Update, 16.28 Uhr: Angeklagter will sich zum Tatvorwurf äußern

Der Prozess gegen einen 31-Jährigen, der seine Ex-Partnerin in Fulda getötet haben soll, ist mit der Verlesung der Anklage losgegangen. Die Staatsanwältin warf dem Angeklagten vor, er habe die Arg- und Wehrlosigkeit der Frau ausgenutzt. Die 35 Jahre alte Ärztin habe keine Chance gehabt, sich zu wehren. Der Angeklagte habe bewusst und feindselig gehandelt. Als Motiv vermutet die Staatsanwältin, dass der Rumäne die vorausgegangene Trennung nicht akzeptiert habe.

Der Mann soll die ebenfalls rumänische Frau am Morgen des 7. Dezember 2020 erstochen haben, als sie von ihrer Nachtschicht im Krankenhaus nach Hause kam. Laut Staatsanwaltschaft soll er vor der Klinik auf die Frau gewartet haben und ihr dann in seinem Auto bis zu dem Mehrfamilienhaus gefolgt sein, wo sie mit ihrem zweijährigen Sohn wohnte. Als die Frau im Hinterhof ausstieg, soll er sie mit einem Stich oder Schnitt in den Hals getötet haben. Halsschlagader, Luftröhre, Speiseröhre und sogar ein Halswirbel wurden durchtrennt.

Wenige Monate vor dem Verbrechen hatte sich die Frau von dem Angeklagten getrennt. Sie hatte ihn wegen Körperverletzung, Beleidigung und Nachstellung mehrfach angezeigt. Seit Ende November 2020 durfte er sich nicht mehr ihrer Arbeitsstätte, der Kita ihres Sohnes und ihrer Wohnung nähern.

Der Mann ist dreifach vorbestraft, auch wegen Körperverletzung. Für den Prozess hat das Gericht 16 Verhandlungstage angesetzt. Rund 50 Zeugen sind geladen. Mit einem Urteil ist Mitte Juli zu rechnen. Am nächsten Prozesstag am Montag will sich der Angeklagte zum Tatvorwurf äußern.

Titelfoto: 123RF/Oliver Peters

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