Von Bernhard Krebs
Köln/Hürth - Vor rund einem Jahr ist eine Grundschulklasse in Hürth nahe Köln beim Überqueren der Straße von einem Auto erfasst worden. Eine Schülerin und ein Schulbegleiter sterben, zwei weitere Schulkinder werden verletzt. Am Montag beginnt der Prozess gegen den inzwischen 21-jährigen Fahrer am Kölner Landgericht.
Dem Mann werden unter anderem zweifache fahrlässige Tötung sowie zweifache fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, eine Ampel, die bereits vier Sekunden rot gezeigt habe, mit bis zu 57 Kilometern pro Stunde überfahren zu haben. Ohne abzubremsen, soll der damals 20-Jährige anschließend in die Gruppe der Viertklässler gefahren sein.
Mit Lehrern und Begleitpersonen habe die Gruppe gerade die Straße an einem Fußgängerüberweg bei Grün überqueren wollen. Das Auto erfasste den Angaben zufolge drei Schüler und einen Schulbegleiter.
Im Prozess geht es darum, wie es zu dem folgenschweren Unglück kam.
Da der Angeklagte als Heranwachsender gilt, kann in dem Gerichtsverfahren sowohl Jugend- als auch Erwachsenenstrafrecht zur Anwendung kommen. Der Prozess ist mit vier Verhandlungstagen bis 3. Juni terminiert.